Rotatorenmanschettenriss - Ruptur Supraspinatus Sehne - Operation Riss Rotatorenmanschette

Ein Sehnenenriss an der Schulter heilt nicht von selbst. Nur eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine optimale Therapie!

Sehnenriss

Wie kommt es zu Sehnenriss an der Schulter?
Die Sehnen an der Schulter können durch einen Unfall, wie beispielsweise einen Sturz auf den Arm, oder auch sonstige stärkste Belastungen reißen. Häufig ist jedoch ein chronischer Sehnenverschleiß mit ursächlich dafür, dass es zum Sehnenriss kommt. Bei einer vorgeschädigten, verschlissenen Sehne reicht manchmal eine Alltagsbelastung aus, um sie reißen zulassen.

Wie äußern sich die Beschwerden beim Riss der Rotatorenmanschette?
Bei einem Schaden der Rotatorenmanschette klagt der Betroffene über plötzliche, oft stechende Schmerzen, vor allem bei allen Bewegungen des Armes nach oben. Häufig ist auch die Kraft des Armes beim Heben reduziert. Aufgrund einer sich ausbildenden Entzündung kommt es häufig auch zu nächtlichen Schulterschmerzen, die regelmäßig in den Oberarm ausstrahlen.

Auf welche Weise stellt der Arzt einen Rotatorenmanschettenriss fest?
Röntgenbild SchulterAm Anfang stehen die Erhebung der Krankengeschichte sowie die klinische Untersuchung. Insbesondere spezielle Provokationstests für die einzelnen Sehnenabschnitte sind wichtig. Eine Kraftminderung, z.B. beim Anheben des Armes nach oben, kann dabei als relativ eindeutiges Indiz für einen Sehnenriss gelten. Bei Verdacht auf eine Ruptur der Rotatorenmanschette sind gezielte apparative Untersuchungen wie Ultraschall oder Kernspintomographie zur Darstellung der Sehnen notwendig.

Wie wird ein Riss der Rotatorenmanschette behandelt?
Eine gerissene Sehne heilt nicht von selbst zusammen. Es muss entschieden werden, ob der Betroffene mit einer gerissenen Sehne leben kann und langfristig beschwerdefrei sein wird, oder ob der Schaden am Schultergelenk repariert werden muss. Sämtliche Behandlungsstrategien orientieren sich grundsätzlich an der individuellen Beschwerdesymptomatik, am Anspruch des Patienten und an seinen speziellen Lebensbedingungen. Bei jungen Patienten sollte großzügig auch bei einem kleineren Riß der Sehne eine Rekonstruktion, d.h. die Naht der Sehne erfolgen. Je geringer der Bewegungs- und Belastungsanspruch ist, desto zurückhaltender kann man beim älteren Menschen mit der Rekonstruktion einer gerissenen Sehne sein. Hier kann dann ggf. auch mit konservativen Therapiemaßnahmen die Lebensqualität wieder hergestellt werden.

Was geschieht bei einer Operation der Rotatorenmanschette?
Die moderne Schulterchirurgie bietet heute die Möglichkeit, Sehnenrisse im Rahmen einer arthroskopischen Operation zu versorgen. Mit der arthroskopischen Operationsmethode kann der erfahrene Schulterexperte auch Sehnenrisse reparieren, die der früher praktizierten, offenen OP nicht zugänglich waren. Zur Rekonstruktion werden die abgerissenen Sehnenenden mit Hilfe winziger Implantate (aus Titan oder bioresorbierbaren Materialien) wieder am Knochen fixiert, damit sie dort festheilen. Zugleich ist es meist notwendig, den Raum unter dem Schulterdach zu erweitern (vergl .Impingementsyndrom), um die heilende Sehne vor unnötiger Druckbelastung zu schützen und ein sicheres Anheilen zu gewährleisten.

Doch auch heute noch ist nicht jeder Sehnenriss heilbar, d.h. dass manche Risse aufgrund ihrer Größe und ihres Alters irreparabel sind. Ist die Risskante zu stark degeneriert oder zu weit von ihrem ursprünglichen Ansatzpunkt am Knochen weggezogen, beschränkt man sich ggf. darauf, die abgerissenen Sehnenstümpfe zu glätten und entzündetes Gewebe zu entfernen. Nur in Ausnahmefällen ist eine aufwändige Rekonstruktion durch Verlagerung von Sehnen anderer Muskeln sinnvoll.

Nicht jeder Sehnenriss ist heilbar d.h. nicht jeder Sehnenriss kann geflickt werden. Bei einem sehr großen Riss, der vielleicht auch schon seit mehreren Jahren besteht, beschränkt man sich ggf. darauf, die abgerissenen Sehnenstümpfe zu glätten und entzündetes Gewebe zu entfernen. Nur in Ausnahmefällen ist eine aufwändige Rekonstruktion durch Verlagerung von Sehnen anderer Muskeln sinnvoll.

Wie wird die operierte Schulter nachbehandelt?
Damit die Sehne am Knochen anheilen kann, benötigt sie Ruhe. Die Schulter wird mit einer Bandage zunächst für drei bis sechs Wochen ruhig gestellt. Damit es in dieser Zeit jedoch nicht zu einer Einsteifung der Schulter kommt, wird das Schultergelenk frühzeitig vom Krankengymnasten vorsichtig bewegt und der Patient wird zu Eigenübungen angeleitet. Danach sollte ein gezieltes Muskelaufbautraining erfolgen.

Wer ist Spezialist zur Behandlung eines Schadens der Rotatorenmanschette?

Für eine optimale Behandlung der Rotatorenmaanschettenruptut ist ein Schulterspezialist gefragt: Dr. Preis, Dr. Schroeder und Dr. Lages behandeln gemeinsam jährlich mehrere tausend Schulterpatienten und führen mehr als 400 Rotatorenmanschettenrekonstruktionen pro Jahr durch. 2004 gründeten sie das WESTDEUTSCHE KNIE & SCHULTERZENTRUM.

Wissenswertes: