Orthopädie / Sporttraumatologie

Schultergelenk

ORTHOPÄDIE / SPORTTRAUMATOLOGIE

Schulteroperationen waren früher risikoreiche Eingriffe und die erzielten Ergebnisse häufig nur mäßig befriedigend. Dank moderner, minimal-invasiver Operationsverfahren sind heute Schulteroperationen durch die Hand eines Experten sehr erfolgreich und risikoarm. Die Schulterarthroskopie, d.h. das Reparieren von Schäden am Schultergelenk ohne das Gelenk aufschneiden zu müssen, hat vor ca. 10 – 15 Jahren seine unvergleichliche Erfolgsgeschichte begonnen und ist aus der modernen Schulterchirurgie nicht mehr weg zu denken. Durch die Arthroskopie kann heute vielen Patienten effektiv und sicher geholfen werden, die früher dauerhaft leiden mussten.

Arthroskopie_Schulter

Definition: Arthroskopie Schulter

Der Begriff Arthroskopie leitet sich aus dem griechischen ab. Wörtlich übersetz bedeutet arthros = Gelenk und skopein = hineinschauen. Heute versteht man unter Schulterarthroskopie jedoch nicht nur das Hineinschauen in die Schulter, sondern vor allem auch das gleichzeitige minimal-invasive Reparieren des Gelenkschadens. Arthroskopie ist ein Synonym für Endoskopie eines Gelenks.

Technik: Arthroskopie Schulter

Bei einer Schulterarthroskopie werden in aller Regel zwei oder drei jeweils nur ca. 3 mm kleine Schnitte für die Operation benötigt. Über einen dieser Zugänge wird eine kleine Optik in das Schultergelenk eingebracht. An diese Optik ist eine Minikamera angeschlossen die der Operateur führt und somit das Innere der Schulter samt aller wichtigen Strukturen (Sehnen, Bänder, Schleimbeutel, Knorpel etc.) auf einem Monitor exakt beurteilen kann.

Über einen weiteren kleinen Schnitt kann der Operateur entsprechende Spezialinstrumente in das Schultergelenk einbringen, um den Schaden zu reparieren. Bei diesen Instrumenten handelt es sich um mechanische Instrumente wie Minischeren oder Minifräsen aber auch elektrothermische oder laserartige Instrumente. Zur besseren Sicht und um das Gelenk zu spülen wird Flüssigkeit (z.B. physiologische Kochsalzlösung) über eine Pumpe in das Gelenk eingeleitet

Vorteile: Arthroskopie Schulter

Bei der Arthroskopie kann der erfahrene Operateur sämtliche Schäden am Schultergelenk mit der Minikamera exakt beurteilen und direkt optimal behandeln. Durch die vergrößernde Optik ist ein solcher Eingriff von einem Schulterspezialisten mit höchster Präzision möglich. Vorteilhaft gegenüber einer Operationen mit großem Schnitt und vollständigem Eröffnen des Schultergelenkes ist, dass bei einer Arthroskopie keine gesunden Strukturen unnötig verletzt werden, nur um an den Schaden im Gelenk zu gelangen.

Somit ist eine Schulterarthroskopie für den Patienten risikoärmer, deutlich weniger belastend und weniger schmerzhaft als eine offene Operation. Das Schultergelenk erholt sich rascher und ist rascher wieder belastbar.

Kleinere arthroskopische Operationen wie Behandlung bei Impingement – Syndrom oder Kalkschulter können ggf. ambulant durchgeführt werden. Größere arthroskopische Operation wie die Reparatur von gerissenen Sehnen (Ruptur Rotatorenmanschette), Stabilisierung nach Schulterluxation, Arthrose Schultereckgelenk, Verletzung Schultereckgelenk sind meist mit einem kurzen Klinikaufenthalt von nur 2 bis 3 Tagen verbunden.

Risiken: Arthroskopie der Schulter

Bei einer Schulterarthroskopie bestehen wie bei allen medizinischen Behandlungen gewisse Risiken. Hierzu zählen Infektion, Nachblutung, Nervenverletzung, Gelenkeinsteifung, etc. Diese sind jedoch bei der Arthroskopie deutlich geringer als bei einer offenen Schulteroperation.

Vor jeder Operation, so auch vor jeder Schulterarthroskopie sollte im Vorfeld genau geklärt werden welcher Schaden im Gelenk besteht. Zudem muss ein Schulterexperte abschätzen ob durch die Arthroskopie der Gelenkschaden repariert, oder zumindest Folgeschäden wie beispielsweise die Entwicklung eines Sehnenrisses vermindert werden können. Hierzu ist die Krankengeschichte des Patienten, die genauen Untersuchung durch einen Schulterspezialisten sowie in aller Regel apparative Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Kernspin erforderlich.

Auch eine minimal-invasive Operation wie eine Schulterarthroskopie darf nicht leichtfertig durchgeführt werden. Das Operationsrisiko bei einer Arthroskopie ist zwar vergleichsweise gering, aber Komplikationen sind (wie immer im Leben !) nicht zu 100 % auszuschließen. Von ganz entscheidender Bedeutung für den Erfolg einer Schulterarthroskopie sind sicherlich die Erfahrung des Operateurs und seines Teams.

Narkose: Arthroskopie Schulter

Für eine Schulterarthroskopie ist zur Betäubung eine Vollnarkose notwendig. Welche Art der Vollnarkose im Einzelfall die verträglichste ist sollte individuell nach entsprechender Untersuchung des Patienten durch den Narkosearzt entschieden werden.

Häufig erfolgt neben der Vollnarkose eine lokale Betäubung eines Nervengeflechts (Halsplexus) das die Schulter versorgt. Durch diese zusätzliche Betäubung benötigt der Anästhesist weniger Medikamente für die Vollnarkose. Somit ist die Narkose für den Patienten besser verträglich.

Nachbehandlung: Arthroskopie Schulter

Auch bei einem minimal-invasiven Eingriff wie einer Arthroskopie der Schulter ist eine adäquate Nachbehandlung für den Heilungserfolg entscheidend. Die Nachbehandlung sollte im Vorfeld genauestens zwischen Arzt und Patient abgesprochen werden.

Sie hängt letztendlich davon ab, welcher Schaden im Schultergelenk behoben werden musste. Die wichtigsten Fragen, die individuell beantwortet werden sollten lauten:

  • Wie lange kann ich meinen Arm nicht belasten?
  • Wird der Arm nach der Operation in einer Bandage ruhig gestellt?
  • Wie lange kann ich nicht arbeiten?
  • Wie häufig muss ich zur Krankengymnastik?
  • Was kann ich selber zum Heilungserfolg beitragen?
  • Wann kann ich wieder Sport treiben?

Spezialisten: Arthroskopie Schulter

Für die arthroskopische Operationen der Schulter sind Spezialist besonders geeignet: Dr. Stefan Preis und Dr. Jörg Schroeder, leitende Ärzte der Praxis und Belegabteilung für Orthopädie und Sporttraumatologie der KLINIK am RING in Köln sind gemeinsam mit ihrem Team auf die Behandlung von Knie- und Schultererkrankungen spezialisiert. 2004 gründeten sie das WESTDEUTSCHE KNIE & SCHULTER ZENTRUM. Jährlich behandelt das 8-köpfige Spezialisten-Team mehr als 10.000 Patienten und führt mehr als 2500 Knie- und Schulter-Operationen, davon ca. 1000 arthroskopische Operation der Schulter durch.


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