Orthopädie / Sporttraumatologie

Kniegelenk

ORTHOPÄDIE / SPORTTRAUMATOLOGIE

Für das Verstehen von Erkrankungen und Verletzungen des Kniegelenkes ist eine Übersicht über den Aufbau, d.h. die Anatomie des Knies und die Funktion wichtiger Strukturen wie Meniskus, Kreuzband und Knorpel sehr wichtig.

Der Wunsch einen Schaden am Kniegelenk zu reparieren, ohne das empfindsame Gelenk aufschneiden zu müssen, ist schon uralt. Dank technischen Fortschritts hat sich aus den Anfängen im letzten Jahrhundert ein Verfahren mit einer unglaublichen Erfolgsgeschichte entwickelt. Die Arthroskopie ist aus der modernen Kniechirurgie nicht mehr wegzudenken!

Arthroskopie_Knie

Was bedeutet Kniearthroskopie?

Wörtlich übersetzt aus dem griechischen bedeutet "arthros" = Gelenk und "skopein" = hineinschauen. Heute versteht man unter einer Arthroskopie jedoch nicht nur das Hineinschauen in das Kniegelenk, sondern vor allem auch das gleichzeitige minimal-invasive Reparieren des Gelenkschadens.

Ein Meniskusriss gehört zu den häufigsten Ursachen für Kniebeschwerden. Die rechtzeitige Diagnose und eine optimale Behandlung sind wichtige Voraussetzungen um einem frühzeitigen Gelenkschaden d.h. einer Arthrose vorzubeugen.

Meniskusriss – Ursachen, Diagnose, Behandlungsmethoden und Therapie

Was ist der Meniskus und wofür brauchen wir ihn?

Auch wenn man meistens von „dem Meniskus“ spricht: Es gibt in jedem Knie zwei davon, den Innen- und den Außenmeniskus. Beim Meniskus handelt es sich um eine halbmondförmige elastische Scheibe aus Knorpel die sich zwischen den Gelenkflächen des Ober- und Unterschenkelknochens befinden.

Der Kreuzbandriss gehört zu den häufigsten Sportverletzungen. Sie ist eine gravierende Kniegelenk Verletzung die möglichst frühzeitig diagnostiziert werden sollte. Die optimale Behandlung durch einen Spezialisten kann entscheidend sein, dass der Betroffene rasch wieder sportfähig wird und kein Dauerschaden am Kniegelenk entsteht.

Baenderriss

Wozu brauchen wir das vordere Kreuzband?

Das vordere Kreuzband ist eines von 4 wichtigen Stabilisierungsbändern im Kniegelenk und verhindert, dass sich der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel nach vorne verschiebt.

Das Kreuzband ist in etwa kleinfingerdick und hat eine Reißfestigkeit von über 200 kg. Während die beiden Seitenbänder, nämlich das Innenband und das Außenband, durch die Haut gut zu tasten sind, sind sowohl das vordere als auch das hintere Kreuzband in der Tiefe des Kniegelenkes verborgen. (siehe auch Anatomie Kniegelenk)

Während eine Verletzung des vorderen Kreuzbandes zu den häufigsten Sportverletzungen zählt, ist die hintere Kreuzbandruptur eine seltenere aber nicht minder gravierende Verletzung. Hier ist eine möglichst frühzeitige und optimale Behandlung durch einen Kniespezialisten nötig und Folgeschäden zu vermeiden.

Baenderriss

Wozu benötigen wir das hintere Kreuzband?

Das hintere Kreuzband ist zusammen mit dem vorderen Kreuzband einer der wichtigsten Stabilisatoren des Kniegelenkes und verhindert vor allem, dass sich der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel nach hinten verschiebt. Die Kreuzbänder überkreuzen sich im inneren des Kniegelenkes und bilden zusammen den zentralen Stabilisationspfeiler des Kniegelenkes. Sie sind nur gemeinsam in der Lage den natürlichen Bewegungsablauf des Kniegelenkes zu gewährleisten. (siehe Anatomie Kniegelenk)

Arthrose bezeichnet Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen der Gelenke. Bei fast 70% der über 65-Jährigen sind im Röntgenbild Zeichen für eine Arthrose erkennbar. Es kann jedoch auch bei jüngeren Personen zu einem frühzeitigen Gelenkverschleiß kommen. Die rechtzeitige Behandlung des Gelenkverschleißes soll dazu beitragen die Lebensqualität des Patienten zu verbessern und ein rasches Voranschreitet zu verhindern.

Arthrose-konservativ

Risikofaktoren für Arthrose / Gelenkverschleiß sind:

  • Übergewicht
  • Fehlstellung der Gelenke (z.B. O- oder X-Beine)
  • Sportarten mit höherer Verletzungsrate (z.B. Fußball, Skifahren)
  • Berufe, in denen schwere Lasten gehoben oder getragen werden müssen
  • Inaktivität, d.h. zu wenig Bewegung

Wenn dem Patienten mitgeteilt wird, dass ein „künstliches Kniegelenk“ notwendig ist, erschrecken die meisten Patienten. Dabei zählt die Möglichkeit verschlissene, schmerzhafte Gelenkflächen zu ersetzen und so das Kniegelenk wieder dauerhaft schmerzfrei und gut belastungsfähig zu machen zu den wirklichen großen Fortschritten in der Medizin. Dank technischer Weiterentwicklungen und umfangreicher operativer Erfahrungen zeigen sich nach solchen Operationen in aller Regel hervorragende Ergebnisse.

Kniegelenk---Prothese

Neue Therapiemöglichkeiten mittels Kniegelenk-Arthroskopie

Gelenke müssen über viele Jahrzehnte Tag für Tag verlässlich arbeiten und zum Teil höchsten Belastungen standhalten. Damit sie diese Funktionen optimal erfüllen können, bedarf es eines gesunden Knorpels. Der Knorpel sorgt einerseits für die reibungslose Bewegung des Gelenks, andererseits ist er in der Lage, Belastungen und Stöße bis zum siebenfachen unseres Körpergewichts aufzufangen und zu dämpfen. Wenn die konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind, oder eine deutliche Verschlechterung des Zustandes zu erwarten ist, muss eine operative Therapie in Erwägung gezogen werden.

Bei der Verrenkung der Kniescheibe (Kniescheiben Luxation) springt die Kniescheibe gewaltsam aus ihrer vorgesehen Gleitbahn heraus. Dabei kommt es zu häufig zu Verletzungen von Bändern, Knorpel und Knochen. Meist springt die verrenkte / luxierte Kniescheibe von selbst wieder in ihre Gleitbahn, wenn das Knie gestreckt wird. Nach einer Kniescheibenluxation schwillt das Kniegelenk meist stark an und ist schmerzhaft. Eine ärztliche Untersuchung ist dringend angeraten, um den entstandenen Gelenkschaden genau fest zu stellen und eine optimale Behandlung einzuleiten.

Knieverletzungen

Bei der Knorpeltransplantation handelt es sich um ein innovatives Operationsverfahren, das ermöglicht Knorpeldefekte mit Hilfe körpereigener Gelenkknorpelzellen zum Ausheilen zu bringen. An der Stelle des Defektes wächst originäres Knorpelgewebe.

Knorpeltransplantation

Wie funktioniert die Knorpeltransplantation?

Im ersten Schritt werden dem Patienten Knorpelzellen durch einen minimal-invasiven Eingriff (Arthroskopie) entnommen. In einem Speziallabor werden die Knorpelzellen zunächst vermehrt und nachfolgend auf einer Trägermembran angesiedelt. Diese knorpelzellhaltige Membran wird in einem zweiten operativen Eingriff über einen 3 bis 4 cm großen Schnitt in das beschädigte Gelenk eingepflanzt. Die Knorpelzellen vermehren sich weiter, während sich die Trägermembran rückstandslos abbaut. Innerhalb von ca. 8 Wochen ist Knorpeldefekt vollständig aufgefüllt.

Häufig klagen auch junge Menschen über Knieschmerzen. Oft besteht hier die Angst, dass sich schon in frühem Alter ein Verschleiß entwickelt an dessen Ende eine schwere Arthrose stehen könnte.

Vorderer_Knieschmerz

Was ist unter "Chondropatia patellae" zu verstehen?

Übersetzt man den medizinischen Fachbegriff Chondropathia patellae, so bedeutet Chondropathia „Knorpelleiden“ und patellae „an der Kniescheibe“. Synonym wird auch der Begriff "femoro patellares Schmerzsyndrom" oder schlicht „vorderer Knieschmerz“ benutzt.

Bei Sprüngen und nachfolgender Landung wirken extreme Kräfte auf das Kniegelenk. Kommt es aufgrund von Überlastung zu chronischen Schmerzen am unteren Pol der Kniescheibe, der Patellaspitze, wird dies als Patellaspitzen-Syndrom oder Jumpers Knee bezeichnet. Bei verspäteter oder unzureichender Behandlung drohen dem Sportler langfristige Trainings- und Wettkampfpausen, bis hin zur Sportaufgabe. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Therapie sind für den Heilungserfolg beim Patellaspitzen-Syndrom entscheidend.

Patellaspitzensyndrom

Das Kniegelenk ist bei jedem Schritt einer Stoßbelastung bis zu 300 Kilogramm ausgesetzt. Bei einem Langstreckenlauf kommt da einiges zusammen! Solchen enormen Belastungen kann das Kniegelenk nur standhalten, wenn alle beteiligten Strukturen – Knochen, Knorpel, Bänder, Kapsel, Menisken und die Muskulatur – reibungslos zusammenarbeiten.

Laeuferknie

Was bedeutet Läuferknie?

Das Läuferknie ist ein durch Überlastung bedingter Reizzustand auf der Außenseite des Kniegelenkes. Die Betroffenen klagen häufig über Schmerzen des Kniegelenks, die typischerweise an der Außenseite und erst nach einer gewissen Zeit des Laufens auftreten.

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