Orthopädie / Sporttraumatologie

Schultergelenk

ORTHOPÄDIE / SPORTTRAUMATOLOGIE

Durch das veränderte Freizeitverhalten und den zurecht gestiegenen Anspruch des Menschen auch im reiferen Alter noch aktiv sein zu können, rücken Beschwerden des Schultergelenkes immer mehr in den Fokus. Dank moderner Therapiemöglichkeiten kann der erfahrene Arzt bei Schulterbeschwerden immer häufiger erfolgreich helfen.

schulterschmerzen

Anatomie: Schultergelenk

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Dies verdankt sie ihrer besonderen Bauweise: einem kugelartigen Gelenkkopf der sich in einer flachen Gelenkpfanne bewegt. Damit das sehr bewegliche Schultergelenk dennoch stabil ist, ist es umgeben von einer sehr komplexen, dadurch aber auch anfällige Konstruktion aus Gelenkkapsel, Sehnen, Bändern und Schleimbeuteln. Insbesondere die an der Schulter ansetzenden Sehen, die Rotatorenmanschette, neigen nach Überlastung zu Entzündung oder Verschleiß. Bei dauerhafter Überlastung kommt es schließlich häufig sogar zum Sehnenriss.

Schulterschmerzen gelten immer mehr als Volkskrankheit. Durch das veränderte Freizeitverhalten und dem zu Recht gestiegenen Anspruch des Menschen auch im reiferen Altre noch aktiv sein zu können suchen deshalb immer mehr Menschen ärztliche Hilfe. Sehr häufig ist das „Impingement Syndrom“ für Schulterschmerzen verantwortlich.

Engpass

Definition: Impingement Syndrom der Schulter

Als Impingement Syndrom bezeichnet man Schulterschmerzen, die sich auf Grund der anatomischen Enge zwischen zwei Knochen des Schultergelenks, dem Oberarmkopf und dem Schulterdach, entwickeln.

"Bin ich etwa schon verkalkt?" - Diese oder ähnliche Fragen werden häufig von Patienten gestellt, wenn ihnen die Diagnose „Kalkschulter“ eröffnet wird. Die Kalkschulter hat jedoch mit der weitverbreiteten Erkrankung Arteriosklerose (Arterienverkalkung) nichts zu tun und stellt ein völlig eigenes Krankheitsbild dar.

Verkalkung_

Definition: Kalkschulter

Bei der Kalkschulter handelt es sich um Ablagerungen von Calcium Kristallen in Sehnen, die am Oberarmkopf des Schultergelenkes ansetzen (Rotatorenmanschette). Die Kalkablagerungen können mehr oder minder große Depots bilden und verursachen häufig, aber nicht immer Schulterschmerzen.

Die Sehen die das Schultergelenk umgeben, die sogenannte Rotatorenmanschette, wird im Laufe des Lebens stark beansprucht und verschleißt dementsprechend. Die Folge ist, dass aufgrund der Vorschädigung, nicht nur ein das Unfall sondern eine alltägliche Belastung zu einem Riss der Sehne führen kann. Eine gerissene Sehne an der Schulter heilt nicht von selbst. Das Gegenteil ist der Fall, ein Sehnenriss wird im Laufe der Zeit immer größer. Nur die frühzeitige Diagnose gewährleistet einen optimalen Behandlungserfolg.

Sehnenriss

Ursache: Sehnenriss Schulter / Ruptur Rotatorenmanschette

Die Sehnen an der Schulter können durch einen Unfall, wie beispielsweise einen Sturz auf den Arm, oder auch sonstige stärkste Belastungen reißen. Häufig ist jedoch ein chronischer Sehnenverschleiß mit ursächlich dafür, dass es zum Sehnenriss kommt. Bei einer vorgeschädigten, verschlissenen Sehne reicht manchmal eine Alltagsbelastung aus, um sie reißen zulassen.

Schulteroperationen waren früher risikoreiche Eingriffe und die erzielten Ergebnisse häufig nur mäßig befriedigend. Dank moderner, minimal-invasiver Operationsverfahren sind heute Schulteroperationen durch die Hand eines Experten sehr erfolgreich und risikoarm. Die Schulterarthroskopie, d.h. das Reparieren von Schäden am Schultergelenk ohne das Gelenk aufschneiden zu müssen, hat vor ca. 10 – 15 Jahren seine unvergleichliche Erfolgsgeschichte begonnen und ist aus der modernen Schulterchirurgie nicht mehr weg zu denken. Durch die Arthroskopie kann heute vielen Patienten effektiv und sicher geholfen werden, die früher dauerhaft leiden mussten.

Arthroskopie_Schulter

Definition: Arthroskopie Schulter

Der Begriff Arthroskopie leitet sich aus dem griechischen ab. Wörtlich übersetz bedeutet arthros = Gelenk und skopein = hineinschauen. Heute versteht man unter Schulterarthroskopie jedoch nicht nur das Hineinschauen in die Schulter, sondern vor allem auch das gleichzeitige minimal-invasive Reparieren des Gelenkschadens. Arthroskopie ist ein Synonym für Endoskopie eines Gelenks.

Ein Sturz oder ein hefiges Verreißen kann dazu führen, dass das empfindsame Schultergelenk luxiert, d.h. auskugelt. Springt der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne werden dabei wichtige Stabilisatoren des Gelenks verletzt und es verbleibt häufig ein chronisch instabiles Schultergelenk.

Schulterluxation

Definition: Luxation Schulter

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Dieses hohe Maß an Beweglichkeit bedeutet aber andererseits, dass eine im Vergleich zu anderen Gelenken hohe Gefahr des “Auskugelns” in der Fachsprache der "Luxation" besteht.

Ein Sturz auf die Schulter geht nicht immer glimpflich ab. Gerade beim jüngeren Patienten ist das Schultereckgelenk (AC-Gelenk), die Verbindung zwischen Schlüsselbein und dem Schulterdachknochen besonders gefährdet. Wenn durch die Verletzung das Schultereckgelenk instabil wird, resultieren dauerhaft Beschwerden. Für eine optimale Behandlung ist die frühzeitige Diagnose von entscheidender Bedeutung.

Schulterschmerz Frau iStock Kopie 2

Anatomie: Schultereckgelenk

Neben dem Schulterhauptgelenk, d.h. dem Oberarmkopf und der Gelenkpfanne in der er sich bewegt, gibt es an der Schulter ein kleines aber sehr wichtiges Gelenk, das Schultereckgelenk oder auch Acromio-Clavicular-Gelenk bzw. kurz AC-Gelenk genannt.

Irgendwann fing es mit einem nur leichten Ziehen in der Schulter an, aber die Schmerzen wurden immer stärker, immer quälender. Die Schulter wurde zudem immer schlechter beweglich. Die Erkrankung die hierhinter stecken kann heißt Schultersteife oder auch Frozen Shoulder bzw. Capsulitis Adhaesiva. Die Behandlung einer steiften Schulter erfordert vom Betroffenen sehr viel Geduld und Motivation. Dank moderner Diagnostik und gezielter Behandlungsmethoden kann diese quälende Erkrankung heute jedoch effizient therapiert werden.

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Ursache: Schultersteife / Frozen Shoulder / Capsulitis Adhaesiva

Die bei weitem häufigste Ursache ist die schicksalhaft auftretende „primäre Schultersteife“, die sog. primäre Capsulitis adhaesiva. Es kommt hier ohne äußere Ursache zu einer Entzündung der Gelenkkapsel mit nachfolgenden auftretenden Verklebungen und Verwachsungen. Typisch ist, dass der Patient zunächst über Schmerzen klagt, die mit der Zeit zunehmen. Schließlich kommt es zu einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit des Schultergelenks.

Wenn durch Gelenkverschleiß, der sogenannten Arthrose, die Schulter ständig schmerzt, Anziehen, Kämmen, Waschen, usw. zur Qual werden, sollte erwogen werden, die verschlissenen Gelenkflächen der Schulter zu ersetzen. Ein künstliches Schultergelenk ist heute für den Spezialisten ein Routineeingriff, durch den sich die Lebensqualität nachhaltig erheblich verbessern lässt.

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Definition: Arthrose Schultergelenk

Arthrose bezeichnet im Allgemeinen einen fortgeschrittenen Gelenkverschleiß. Letztendlich reibt sich der Knorpelüberzug der Gelenkflächen, d.h. des Oberarmkopfes und der Gelenkpfanne zunehmend ab. Wenn der Knorpel völlig abgerieben ist bewegen sich schließlich nur noch raue Knochenenden gegeneinander. Dies führt zu Gelenkentzündungen, zu Schmerzen und einer sich verschlechternden Beweglichkeit.

Schulterschmerzen beim oder nachdem Sport, Schmerzen beim Liegen auf der Schulter, .....das sind Symptome die gerade beim jüngeren Patienten bei einem Verschleiß des Schultereckgelenks hindeuten. Durch intensiven schulterbelastenden Sport kommt es häufig zu einer chronischen Überlastung des Schultereckgelenks mit der Folge Arthrose.

Schultereckgelenkarthrose

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