Steht die Diagnose Capsulitis adhaesiva (Schultersteife) eindeutig fest, sollte die Behandlung zunächst immer konservativ erfolgen. Da der Erkrankung eine Entzündung der Gelenkkapsel zugrunde liegt, heißt das primär: entzündungshemmend behandeln.
Aus Studien ist bekannt, dass Kortisonpräparate bei dieser Entzündung besonders gut wirksam sind. Grundsätzlich ist Zurückhaltung beim Thema Kortison berechtigt. Bei der Capsulitis adhaesiva stehen Wirkung und Nebenwirkung jedoch in einem sehr vernünftigen Verhältnis, betont Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln.
Als besonders wirksam hat sich folgendes Vorgehen herausgestellt: Einmalig wird ein Depot-Kortikoid, also ein Präparat mit einer Wirkungsdauer von drei bis vier Wochen, direkt in die entzündete Gelenkkapsel gespritzt. Zusätzlich sollten Kortisontabletten über circa 30 Tage in absteigender Dosis eingenommen werden. Unter dieser entzündungshemmenden Therapie geht die Entzündung in aller Regel innerhalb einer Woche deutlich zurück.
Sobald die Entzündung nachlässt, sollte mit einer intensiven Krankengymnastik begonnen werden, um den zweiten Aspekt der Capsulitis adhaesiva anzugehen: die Verklebungen zu lösen. Ganz wichtig ist regelmäßiges Üben. Dafür eignen sich einfache, aber effektive Übungen, die sich überall durchführen lassen.
Durch das Wiederholen wird die Gelenkkapsel zunehmend geschmeidiger. Wichtig ist, diese einfache Übung drei- bis viermal täglich durchzuführen.
Unter der konservativen Therapie wird ein Großteil der Patienten gut, das heißt beschwerdefrei. Bei den übrigen Patienten sind die Verklebungen so fest, dass sie sich durch Physiotherapie und regelmäßiges Üben nicht lösen lassen. In diesen Fällen sollte operiert werden.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Ja. Aus Studien ist bekannt, dass Kortisonpräparate bei der Entzündung der Gelenkkapsel besonders gut wirksam sind, Wirkung und Nebenwirkung stehen hier in einem sehr vernünftigen Verhältnis. Bewährt hat sich eine einmalige Injektion eines Depot-Kortikoids direkt in die entzündete Gelenkkapsel, ergänzt durch Kortisontabletten über circa 30 Tage in absteigender Dosis.
Unter der Kombination aus Kortisonspritze und Tabletten geht die Entzündung in aller Regel innerhalb einer Woche deutlich zurück. Sobald sie nachlässt, beginnt die Krankengymnastik.
Sobald die Entzündung nachlässt. Die intensive Krankengymnastik soll die Verklebungen der Gelenkkapsel lösen. Entscheidend ist, dass Sie zusätzlich regelmäßig selbst üben.
Halten Sie die Dehnung jeweils 15 bis 20 Sekunden und wiederholen Sie sie drei- bis viermal. Diese Übungsfolge sollten Sie drei- bis viermal täglich durchführen. Durch das Wiederholen wird die Gelenkkapsel zunehmend geschmeidiger.
Wenn die Verklebungen so fest sind, dass sie sich durch Physiotherapie und regelmäßiges Üben nicht lösen lassen. Ein Großteil der Patienten wird jedoch bereits unter der konservativen Therapie beschwerdefrei.