Ein Fersensporn ist ein dornförmiger, knöcherner Fortsatz, der sich am Fersenknochen, dem Fersenbein, bildet. Solche Verknöcherungen entstehen im Bereich von Sehnenansätzen, gerade dann, wenn diese chronisch stark belastet werden. Beim Fersensporn ist es die sogenannte Plantarfaszie, die besonders beansprucht wird und deshalb verknöchern kann.
Die Plantarfaszie ist ein dicker, platter Strang aus sehr festem Bindegewebe. Sie hält das Fußlängsgewölbe in seiner Form und spannt es wie die Saite eines Bogens. Sie erstreckt sich zwischen der Ferse und den Zehen. Durch eine Überbelastung des Fußes kommt es am Sehnenansatz zu kleinen Einrissen und nachfolgend zu einer Entzündungsreaktion. Für die Beschwerden sind letztlich die Verletzung der Sehnenplatte und die Entzündung verantwortlich, nicht etwa der Sporn selbst.
Mit zunehmendem Alter flachen sich die Fußgewölbe mehr und mehr ab. Dadurch verstärkt sich der Zug an der Plantarfaszie, und es kann zur Reizung an ihrem Ansatz kommen. Die Folge ist eine schmerzhafte Entzündung. Verschiedene Faktoren verstärken das Problem:
Wenn Ihre Ferse schmerzt und Sie den Verdacht haben, dass ein Fersensporn dahintersteckt, können Sie zunächst versuchen, das Problem selbst in den Griff zu bekommen. Dabei helfen zum Beispiel Schuhe mit weichen Sohlen. Alternativ können Sie sich im Drogeriemarkt Gelkissen besorgen und in die Schuhe legen.
Neben dieser Entlastung ist es wichtig, die natürliche Regeneration des gestressten Gewebes mit durchblutungsfördernden Maßnahmen zu unterstützen. Denn je besser das Gewebe durchblutet ist, umso intensiver wird dessen Selbstheilung unterstützt. Fußwechselbäder, vor allem aber die sogenannte Eis-Lolli-Behandlung, sind hier sehr effizient.
Das Gewebe, das zunächst eiskalt und blass war, ist anschließend gerötet und gut durchblutet. Das ist wie mit den Händen nach einer Schneeballschlacht: Erst sind sie eiskalt, nachher glühen sie, weil sie maximal durchblutet sind.
Ganz wichtig ist zudem, dass die meist verkürzte Wadenmuskulatur regelmäßig intensiv gedehnt wird. Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, empfiehlt dazu zwei einfache, aber sehr effiziente Übungen.
Erste Übung, für den oberflächlichen Wadenmuskel:
Die zweite Übung sieht ganz ähnlich aus, dehnt aber den tiefen Wadenmuskel:
Hilfreich ist auch eine sogenannte Faszienbehandlung, die Sie recht einfach selbst durchführen können. Nehmen Sie einen Golfball, einen Tennisball oder auch einen Igelball und rollen Sie darauf die schmerzhafte Fußsohle mit einem gewissen Druck für circa 10 Minuten ab. Das lässt sich gut nebenbei machen, am besten zwei- bis dreimal täglich.
Bessern sich die Beschwerden unter diesen Maßnahmen innerhalb von zwei bis drei Wochen nicht, sollten Sie das Problem professionell abklären und behandeln lassen. Denn ein Fersensporn kann leicht chronisch werden. Die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln beraten Sie gern persönlich zur weiteren Behandlung Ihres Fersensporns.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Ein Fersensporn ist ein dornförmiger, knöcherner Fortsatz am Fersenknochen, dem Fersenbein. Er bildet sich am Ansatz der Plantarfaszie, wenn diese chronisch stark belastet wird.
Nein. Für die Beschwerden sind die kleinen Einrisse an der Sehnenplatte und die nachfolgende Entzündungsreaktion verantwortlich, nicht der Sporn selbst.
Statistisch haben etwa 10 Prozent der Erwachsenen einen Fersensporn. Das Durchschnittsalter liegt um das 50. bis 60. Lebensjahr, Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Sie frieren Wasser in einem Becher mit einem Löffel oder Stift als Griff ein und reiben mit dem Eis-Lolli die schmerzhafte Ferse für 10 bis 15 Minuten mit kreisenden Bewegungen ab. Das fördert die Durchblutung und sollte ein- bis zweimal täglich wiederholt werden.
Halten Sie die Dehnposition je nach Übung circa 10 bis 20 Sekunden und wiederholen Sie das Ganze nach einer kurzen Pause drei- bis viermal. Diese etwa zweiminütige Übungssequenz sollten Sie drei- bis viermal täglich durchführen.
Wenn sich die Beschwerden unter Entlastung, Eis-Lolli-Behandlung, Dehnübungen und Faszienbehandlung innerhalb von zwei bis drei Wochen nicht bessern, sollten Sie das Problem professionell abklären und behandeln lassen. Ein Fersensporn kann leicht chronisch werden.