Wenn ein Fersensporn quält, sollte das Problem rechtzeitig professionell behandelt werden. Denn neben der Tatsache, dass ein Fersensporn ziemlich schmerzhaft ist, kann er auch leicht chronisch werden. Haben die Eigenmaßnahmen nicht wirklich geholfen, kommt die stufenweise professionelle Behandlung ins Spiel.
Im ersten Schritt stehen eine genaue Analyse und eine exakte Diagnose. Dazu gehören eine Ultraschalluntersuchung, gegebenenfalls Röntgenbilder oder auch eine MRT. Fersensporn ist dabei der volkstümliche Name für eine schmerzhafte Sehnenansatzreizung am Fuß. Steht die Diagnose eindeutig fest, wird stufenweise behandelt: Zunächst kommen sanfte Maßnahmen zum Einsatz, die erforderlichenfalls gesteigert werden.
In Stufe 1 werden zunächst spezielle Einlagen verordnet. Sinn und Zweck solcher individuell angepassten Einlagen ist, dass das gestresste Fußlängsgewölbe unterstützt und der schmerzhafte Sehnenansatz, der Fersensporn, weich abgepolstert wird.
Daneben ist eine gezielte Physiotherapie sehr sinnvoll. Sie soll die muskuläre Steuerung des Fußes verbessern: Abgeschwächte Muskeln müssen gekräftigt, verhärtete und verkürzte Muskeln gelockert werden. Darüber hinaus sollte eine professionelle Faszienbehandlung, eine Querfriktion, erfolgen. Der Physiotherapeut behandelt zudem eventuelle funktionelle Störungen in der gesamten Bewegungskette zwischen Wirbelsäule, Hüfte, Knie, Sprunggelenk und Fuß. Wichtig ist, im Rahmen der Physiotherapie Übungen zu erlernen, die dann zu Hause selbstständig umgesetzt werden können.
In Stufe 2 empfiehlt Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, eine Stoßwellenbehandlung. Hierbei werden hochenergetische Wellen auf den gereizten Sehnenansatz geleitet und so dessen natürliche Regeneration gefördert. Die Stoßwellentherapie erfordert in aller Regel drei bis fünf Sitzungen im Abstand von jeweils circa einer Woche.
Verschwinden die Beschwerden nicht, sollten in Stufe 3 der Therapie zusätzlich Medikamente eingesetzt werden. Eine Sehnenansatzreizung ist ein lokales Problem und sollte deshalb auch primär lokal behandelt werden. Tabletten einzunehmen macht nur wenig Sinn. Lokal behandeln heißt: Das Medikament wird ganz gezielt möglichst nah an den gereizten Sehnenansatz gespritzt. So kann es vor Ort gut wirken, ohne dass es zu nennenswerten systemischen Nebenwirkungen kommt. Bei sehr starken, hartnäckigen Beschwerden kann einmalig ein Kortison gespritzt werden. Häufiger sollte das jedoch nicht geschehen.
Bei der Behandlung des Fersensporns hat sich die sogenannte ACP-Behandlung bewährt. ACP steht für autologes konditioniertes Plasma. Es ist kein Medikament, sondern eine Form der Eigenblutbehandlung: Dem Patienten wird ein wenig Blut entnommen, daraus werden die natürlichen entzündungshemmenden Substanzen isoliert. Dieses Konzentrat wird dann an die gereizte, entzündete Sehne gespritzt. Das Ganze wird vier- bis sechsmal im Abstand von jeweils circa einer Woche wiederholt.
Eine Alternative ist die Behandlung mit homöopathischen entzündungshemmenden beziehungsweise stoffwechselanregenden Medikamenten, zum Beispiel Traumeel. Ein wichtiger Aspekt dieser Behandlung ist, dass der Sehnenansatz im Rahmen der Injektion mit einer sehr dünnen Kanüle ganz gezielt minimal verletzt wird. Dadurch werden dessen Selbstheilungskräfte mobilisiert. Dieses Phänomen bezeichnen Mediziner als Healing Response.
Ein weiterer möglicher Ansatz zur Behandlung des schmerzhaften Fersensporns ist die sogenannte Röntgen-Tiefenbestrahlung. Dr. Preis ist damit ebenso wie mit einer Operation sehr zurückhaltend. Zum einen sind die wissenschaftlichen Studien hierzu nicht allzu überzeugend, zum anderen sollten bei allen Behandlungen Wirkung und Nebenwirkung in einem vernünftigen Verhältnis stehen.
Es gibt also eine klare Strategie zur Behandlung des schmerzhaften Fersensporns. Mit einer guten Behandlung und aktiver Mitarbeit stehen die Chancen gut, sich rasch wieder schmerzfrei zu bewegen. Die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln beraten Sie gern persönlich, vereinbaren Sie dazu einfach einen Termin.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Wenn die Eigenmaßnahmen nicht wirklich geholfen haben, sollten Sie den Fersensporn rechtzeitig professionell behandeln lassen. Er ist nicht nur ziemlich schmerzhaft, sondern kann auch leicht chronisch werden.
Nach der exakten Diagnose per Ultraschall, gegebenenfalls Röntgen oder MRT wird stufenweise behandelt: In Stufe 1 kommen individuell angepasste Einlagen und gezielte Physiotherapie zum Einsatz, in Stufe 2 die Stoßwellenbehandlung und in Stufe 3 zusätzlich gezielt an den Sehnenansatz gespritzte Medikamente.
In aller Regel sind drei bis fünf Sitzungen im Abstand von jeweils circa einer Woche erforderlich. Dabei werden hochenergetische Wellen auf den gereizten Sehnenansatz geleitet, um dessen natürliche Regeneration zu fördern.
ACP steht für autologes konditioniertes Plasma und ist eine Form der Eigenblutbehandlung. Aus einer kleinen Menge entnommenen Blutes werden die natürlichen entzündungshemmenden Substanzen isoliert und an die gereizte Sehne gespritzt. Die Behandlung wird vier- bis sechsmal im Abstand von jeweils circa einer Woche wiederholt.
Bei sehr starken, hartnäckigen Beschwerden kann einmalig ein Kortison an den gereizten Sehnenansatz gespritzt werden. Häufiger sollte das jedoch nicht geschehen.
Bei der Injektionsbehandlung wird der Sehnenansatz mit einer sehr dünnen Kanüle ganz gezielt minimal verletzt. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte der Sehne mobilisiert. Dieses Phänomen bezeichnen Mediziner als Healing Response.