Kalkschulter OP - So wird die Ursache der Schulterschmerzen durch die Schulterarthroskopie beseitigt

Veröffentlicht am:
24.09.2020
Dauer:
4:23
Mit der arthroskopischen Operation der Kalkschulter wird die Ursache der Schulterschmerzen behandelt. In diesem Video erklärt Dr. Stefan Preis von der KLINIK am RING – Köln wie die OP der Kalkschulter abläuft und was bei dem arthroskopischen Eingriff auf Sie zukommt.

Wann sollte eine Kalkschulter operiert werden?

Führt die konservative Behandlung zu keiner durchgreifenden Besserung der Schulterschmerzen, empfiehlt Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, die Ursache der Beschwerden und nicht nur die Symptome zu behandeln. Ursächliche Behandlung bedeutet: Die Verkalkung sollte entfernt werden. Das ist im Rahmen eines minimalinvasiven Eingriffs, einer arthroskopischen Operation, möglich. Der Vorteil liegt auf der Hand: die dauerhafte Lösung des Problems. Anders als eine Kaffeemaschine muss die Schulter nicht immer wieder entkalkt werden.

Warum verursacht das Kalkdepot Schmerzen?

Das Kalkdepot sitzt im Bereich der Rotatorenmanschette, genauer in der Supraspinatussehne. Darüber liegt das Schulterdach, das häufig eine knöcherne Ausziehung, eine Art Nase, nach unten aufweist. Das Schulterdach geht in das Schlüsselbein über, beide bilden das Schultereckgelenk. Beim Hochheben des Arms drückt das Kalkdepot unter das Schulterdach, und genau das verursacht die Schmerzen.

Was wird bei der Kalkschulter OP gemacht?

Bei der Arthroskopie schauen die Operateure mit einer Minikamera von hinten in die Schulter und bringen von der Seite und von vorne feine Instrumente ein. Der Eingriff umfasst mehrere Schritte:

  1. Platz schaffen: Im Bereich des Schulterdachs wird die knöcherne Nase entfernt.
  2. Kalkdepot eröffnen: Über einen kleinen Zugang wird das Kalkdepot eröffnet.
  3. Kalk entfernen: Der Kalk wird herausgedrückt und abgesaugt.

Ist der Kalk entfernt, kann die Sehne abheilen. Und ist im Schulterdachbereich Platz geschaffen, ist die Ursache des Problems beseitigt.

Was kommt bei der Arthroskopie auf Sie zu?

Damit der Eingriff durchgeführt werden kann, müssen Sie völlig entspannt sein. Hierzu ist eine entsprechende Narkose erforderlich. Im Vorfeld untersucht Sie die Anästhesistin beziehungsweise der Anästhesist und bespricht die Narkose mit Ihnen. Am Operationstag kommen Sie in die Klinik. Der Eingriff selbst dauert circa 30 Minuten. Die Operation kann ambulant erfolgen, alternativ bleiben Sie für ein bis zwei Nächte zur Beobachtung und Nachbehandlung in der Klinik.

Wie sieht die Nachbehandlung nach der Kalkschulter OP aus?

  • Der Arm wird nach der Operation nicht ruhiggestellt. Für Alltagsbewegungen im unteren Bereich können Sie ihn von Anfang an einsetzen, sich also selbst versorgen und Körperpflege betreiben.
  • Nach zwei bis drei Tagen können Sie in der Regel wieder Auto fahren.
  • Neben einer gewissen Schonung ist eine begleitende Physiotherapie sehr sinnvoll: Sie mobilisiert die Schulter frühzeitig und löst schmerzhafte Verspannungen im Schultergürtelbereich.
  • Vereinbaren Sie in den ersten drei bis vier Wochen nach dem Eingriff am besten circa zweimal wöchentlich Termine bei Ihrer Physiotherapeutin beziehungsweise Ihrem Physiotherapeuten.

Wie lange fällt man nach der Kalkschulter OP aus?

Da die Schulter nicht allzu lange geschont werden muss, ist die Arbeitsausfallzeit überschaubar. Je nach Art der Tätigkeit liegt sie zwischen drei bis vier Tagen bei nicht körperlicher Arbeit und circa drei bis vier Wochen bei intensiver körperlicher Belastung. Das entspricht ungefähr dem Zeitraum, in dem auch der Sport eingeschränkt ist. Danach kann die Schulter in aller Regel wieder vermehrt belastet werden.

Welche Ergebnisse sind nach der Kalkdepot-Entfernung zu erwarten?

Die Ergebnisse nach einer arthroskopischen Kalkdepot-Entfernung sind exzellent, denn das Problem, der Kalk, wird ursächlich und dauerhaft beseitigt. Dr. Preis empfiehlt einen solchen Eingriff deshalb in aller Regel. Letztendlich muss jedoch jeder Fall individuell geprüft und entschieden werden.

Häufig gestellte Fragen zum Thema (FAQ)

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.

Häufige Fragen zur Kalkschulter OP

Wann ist eine Operation der Kalkschulter sinnvoll?

Wenn die konservative Behandlung zu keiner durchgreifenden Besserung der Schulterschmerzen führt. Dann sollte die Ursache behandelt, also die Verkalkung entfernt werden.

Was wird bei der Kalkschulter OP gemacht?

Der Eingriff erfolgt arthroskopisch mit Minikamera und feinen Instrumenten. Im Schulterdachbereich wird Platz geschaffen, das Kalkdepot über einen kleinen Zugang eröffnet und der Kalk herausgedrückt und abgesaugt. Danach kann die Sehne abheilen.

Wie lange dauert der Eingriff und wie lange bleibt man in der Klinik?

Die Operation selbst dauert circa 30 Minuten. Sie kann ambulant durchgeführt werden, alternativ bleiben Sie ein bis zwei Nächte zur Beobachtung und Nachbehandlung in der Klinik.

Wann darf man nach der Kalkschulter OP wieder Auto fahren?

In der Regel nach zwei bis drei Tagen. Der Arm wird nach der Operation nicht ruhiggestellt und kann für Alltagsbewegungen im unteren Bereich von Anfang an eingesetzt werden.

Wie lange ist man nach der OP krankgeschrieben?

Je nach Tätigkeit zwischen drei bis vier Tagen bei nicht körperlicher Arbeit und circa drei bis vier Wochen bei intensiver körperlicher Belastung. Ungefähr so lange ist auch der Sport eingeschränkt.

Kann die Kalkschulter nach der OP wiederkommen?

Mit der arthroskopischen Kalkdepot-Entfernung wird das Problem ursächlich und dauerhaft beseitigt. Die Schulter muss nicht, wie etwa eine Kaffeemaschine, immer wieder entkalkt werden.

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