Das Schienbeinkantensyndrom bedeutet Schmerzen vorn am Schienbein, häufig beim, manchmal auch nach dem Sport. Häufigste Ursache dieser schmerzhaften Muskelansatz- beziehungsweise Knochenhautreizung ist eine Überlastung. Im Jargon wird das Problem auch Shin Splints genannt.
Bei Sportlerinnen und Sportlern mit Schienbeinschmerzen steckt häufig ein Schienbeinkantensyndrom dahinter, meist als Folge sportlicher Überlastung oder chronischer Fehlbelastung. Zunächst sind daher Belastungsreduktion und Schonung angesagt. Reichen Selbsthilfemaßnahmen wie Kühlung, Dehnung und Faszienbehandlung nicht aus, kommt die konservative Behandlung zum Einsatz.
Zunächst muss ärztlich geprüft werden, ob es sich tatsächlich um ein Schienbeinkantensyndrom handelt oder ob etwas anderes dahintersteckt, zum Beispiel eine Ermüdungsfraktur. Dazu wird in aller Regel ein MRT angefertigt. Steht die Diagnose eindeutig fest, beginnt die Therapie.
Ein ganz wichtiger Eckpfeiler der Behandlung ist die Physiotherapie. Dabei geht es zum einen um die Behandlung der Problemzone selbst. Ganz wichtig ist aber auch eine Analyse der Körperstatik sowie der Muskulatur: Betrachtet wird die gesamte Bewegungskette vom Fuß über den Rumpf bis hinauf zum Kopf, und diese wird in die Behandlung einbezogen.
Es handelt sich also um eine recht komplexe funktionelle Behandlung. Gerade bei ambitionierten Sportlern gehört dazu auch eine physiotherapeutische Trainingsbegleitung, zumindest in der Aufbauphase.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Fuß- und Beinstatik. Mit Hilfe einer Laufbandanalyse lässt sich zum Beispiel herausfinden, ob der Fuß in der Belastungsphase nach innen einknickt. In der Fachsprache heißt das Hyperpronation.
Ist das der Fall, müssen Sie das bei der Wahl Ihrer Laufschuhe unbedingt berücksichtigen. Gegebenenfalls benötigen Sie zusätzlich spezielle Sporteinlagen, um die Fehlstellung zu korrigieren.
Entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente, beispielsweise Diclofenac oder Ibuprofen, kommen allenfalls kurzfristig in einer akuten, sehr schmerzhaften Phase zum Einsatz. Bei Medikamenten sollte es schließlich nicht primär um das Unterdrücken von Symptomen gehen.
Bewährt hat sich die sogenannte ACP-Behandlung. ACP steht für autologes konditioniertes Plasma und ist eine Form der Eigenblutbehandlung. Dazu wird eine Ampulle Blut entnommen und daraus werden die natürlichen entzündungshemmenden Substanzen isoliert. Dieses Konzentrat wird anschließend an die gereizte, entzündete Region gespritzt. Das Ganze wird vier- bis sechsmal im Abstand von circa einer Woche wiederholt.
Eine Alternative im wahrsten Sinne des Wortes ist die Behandlung mit homöopathischen, entzündungshemmenden beziehungsweise stoffwechselanregenden Medikamenten, zum Beispiel Traumeel. Auch diese muss in aller Regel vier- bis sechsmal im Abstand von jeweils einer Woche gespritzt werden.
Ein wichtiger Aspekt dieser Behandlung: Im Rahmen der Injektion werden die Muskelfaszie und die Knochenhaut mit einer sehr dünnen Kanüle ganz gezielt minimal verletzt. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte mobilisiert. Mediziner bezeichnen dieses Phänomen als Healing Response.
Ein weiterer wichtiger Ansatz zur Behandlung des Schienbeinkantensyndroms ist die Stoßwellenbehandlung. Dabei werden hochenergetische Wellen auf den gereizten Sehnenansatz geleitet. Die Wellen führen zu einer Aktivierung des Stoffwechsels und fördern so die Regeneration.
Eine Operation ist nur in den seltensten Fällen erforderlich. Mit der richtigen Behandlung lässt sich das Schienbeinkantensyndrom in aller Regel gut in den Griff bekommen.
Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, und sein Team beraten Sie zur konservativen Therapie des Schienbeinkantensyndroms gern in einem persönlichen Termin.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Shin Splints ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das Schienbeinkantensyndrom: Schmerzen vorn am Schienbein, häufig beim, manchmal auch nach dem Sport. Dahinter steckt eine schmerzhafte Muskelansatz- beziehungsweise Knochenhautreizung, meist infolge von Überlastung oder chronischer Fehlbelastung.
Zunächst wird geprüft, ob tatsächlich ein Schienbeinkantensyndrom vorliegt oder ob etwas anderes dahintersteckt, zum Beispiel eine Ermüdungsfraktur. Dazu wird in aller Regel ein MRT angefertigt.
Weil nicht nur die Problemzone selbst behandelt wird. Betrachtet wird die gesamte Bewegungskette vom Fuß über den Rumpf bis hinauf zum Kopf. Eine Laufbandanalyse zeigt zudem, ob der Fuß in der Belastungsphase nach innen einknickt, was bei der Wahl der Laufschuhe und gegebenenfalls mit Sporteinlagen berücksichtigt werden muss.
Es wird eine Ampulle Blut entnommen und daraus werden die natürlichen entzündungshemmenden Substanzen isoliert. Dieses Konzentrat wird an die gereizte, entzündete Region gespritzt. Die Behandlung wird vier- bis sechsmal im Abstand von circa einer Woche wiederholt.
Bei der Injektion werden Muskelfaszie und Knochenhaut mit einer sehr dünnen Kanüle gezielt minimal verletzt. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte mobilisiert. Dieses Phänomen bezeichnen Mediziner als Healing Response.
Eine Operation ist nur in den seltensten Fällen erforderlich. Im Vordergrund stehen Belastungsreduktion, Physiotherapie, die Korrektur der Fuß- und Beinstatik sowie Injektions- und Stoßwellenbehandlung.