Häufig Knieschmerzen? Mache DAS um Arthrose zu verhindern!

Veröffentlicht am:
21.08.2025
Dauer:
6:31
Knieschmerzen nach Sport oder im Alltag? Frühzeitig erkannt lassen sich Knorpelschäden und Gelenkverschleiß noch gut behandeln! Orthopäde Dr. Stefan Preis von der KLINIK am RING - Köln erklärt, was wirklich hilft, um eine schwere Arthrose als Folge von Knorpelschäden und Gelenkverschleiß zu verhindern. Erfahren Sie, weshalb Bewegung und Physiotherapie zur konservativen Behandlung und Vorbeugung von Arthrose so wichtig sind und wie Hyaluronsäure oder eine ACP-Behandlung (Eigenbluttherapie) die Therapie unterstützen können.

Was steckt hinter wiederkehrenden Knieschmerzen?

Wer nach Belastung, zum Beispiel nach dem Sport oder sogar im Alltag, immer wieder Knieschmerzen hat, sollte das checken lassen. Häufig steckt ein Knorpelschaden dahinter, also ein beginnender Gelenkverschleiß. Je früher das behandelt wird, desto eher lässt sich eine drohende Arthrose verhindern.

Lässt sich ein Knorpelschaden heilen?

Ist der Knorpelbelag der Gelenke erst einmal verschlissen, gibt es keine Möglichkeit, dass er wieder so wird wie bei einem 16-Jährigen. Eine echte Heilung von Gelenkverschleiß, also von Arthrose, ist nicht möglich.

Umso wichtiger ist es, Knorpelschäden frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Nicht mit dem Ziel, dass der Schaden verschwindet, sondern mit dem Ziel, dass er nicht oder zumindest nicht so rasch zunimmt und am Ende eine schwere Arthrose steht. Wundermittel gibt es dafür nicht, dennoch lässt sich einiges tun.

Warum ist Bewegung der wichtigste Grundpfeiler?

Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, nennt Bewegung als wichtigsten Grundpfeiler der Behandlung und der Vorbeugung von Knorpelschäden und Arthrose. Ein Gelenk, das zu wenig Bewegung hat und übermäßig geschont wird, ist genauso anfällig wie eines, das ständig überfordert wird.

Grundsätzlich gut sind runde, sanfte Bewegungen. Gerade durch den immer wiederkehrenden Wechsel von sanftem Druck und nachfolgender Entlastung wird der Knorpel über die Gelenkflüssigkeit mit Nährstoffen versorgt. Es funktioniert wie ein Schwamm, der ausgepresst werden muss, damit er sich wieder vollsaugt.

Welche Bewegungen für Sie gut sind, welche Sie meiden sollten und was das richtige Maß ist, besprechen Sie am besten persönlich mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten.

Was bringt Physiotherapie bei Knorpelschäden?

Zur Physiotherapie zählt zum einen ein gezieltes Muskelaufbautraining. Es ist gut, wenn die Gelenke von kräftiger Muskulatur umgeben sind, denn die Muskeln steuern die Bewegungen und stabilisieren die Gelenke.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt: Wenn Gelenke wehtun, werden sie immer steifer und unbeweglicher, und dadurch verkürzen sich zusätzlich die umgebenden Muskeln. Um aus diesem Kreislauf herauszukommen, hilft Krankengymnastik, indem Gelenke und Muskeln durch entsprechende Behandlungen wieder geschmeidig gemacht werden.

Ganz wichtig: Sie sollten im Rahmen der Physiotherapie Übungen erlernen, die Sie anschließend selbstständig durchführen. Wirksam ist das alles nur, wenn Sie es regelmäßig machen.

Stufe 2: Helfen Nahrungsergänzungsmittel gegen Knorpelschäden?

In der zweiten Stufe der Knorpeltherapie kommen zusätzlich Medikamente zum Einsatz, genauer gesagt biotechnologisch hergestellte Substanzen.

Zuvor ein Blick auf die vielen Wundermittel, die allerorts angepriesen werden. In aller Regel handelt es sich dabei um Nahrungsergänzungsmittel, also um Substanzen, die wir mit der Nahrung ohnehin zu uns nehmen. Ein Knorpelschaden entsteht keineswegs, weil es uns an entsprechenden Nährstoffen mangelt. Deshalb ist es auch unsinnig zu glauben, dass sich ein Knorpelschaden mit solchen Substanzen verhindern oder gar heilen lässt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen das. Geben Sie Ihr Geld deshalb nicht für Dinge aus, die eher in den Bereich von Scharlatanerie gehören.

Wie wirkt Hyaluronsäure im Kniegelenk?

Sinnvoll ist gegebenenfalls die Behandlung mit Hyaluronsäure. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil unserer Gelenkflüssigkeit und wirkt wie ein Schmiermittel. Vereinfacht lässt sich das mit dem Ölwechsel beim Auto vergleichen: Sie bekommen dadurch zwar keinen Neuwagen, gut geschmiert läuft es aber besser.

Ein Wundermittel ist Hyaluronsäure sicherlich nicht, und ihre Wirksamkeit wird in einigen Untersuchungen angezweifelt. Andererseits belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien die Wirksamkeit, insbesondere bei leichten bis mittelstarken Knorpelschäden.

Was ist eine ACP-Behandlung?

Eine Alternative zur Hyaluronsäure ist die ACP-Behandlung. ACP steht für autologes konditioniertes Plasma und zählt zu den Eigenblutbehandlungen. Der Ablauf:

  1. Blutabnahme: Es wird eine Ampulle Blut abgenommen.
  2. Aufbereitung: Daraus werden unmittelbar die körpereigenen Substanzen extrahiert, die Entzündungsreaktionen im Körper hemmen und natürliche Heilungsprozesse fördern.
  3. Injektion: Das konzentrierte Blutplasma wird unmittelbar in das betroffene Gelenk gespritzt, damit es dort vor Ort wirken kann.

Ob eine Behandlung mit Hyaluronsäure oder mit ACP für Sie sinnvoll sein könnte, sollten Sie persönlich mit Ihrem Kniespezialisten besprechen.

Was tun, wenn die konservative Therapie nicht ausreicht?

Schmerzt das Knie trotz intensiver konservativer Therapie weiterhin häufig, sollten Sie sich über operative Behandlungsmöglichkeiten informieren. Es geht schließlich um Ihre ganz persönliche Lebensqualität.

Welche Maßnahmen für Sie infrage kommen, klären die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln gern in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Häufig gestellte Fragen zum Thema (FAQ)

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.

Häufige Fragen zu Knieschmerzen und Knorpelschäden

Warum sollte ich wiederkehrende Knieschmerzen abklären lassen?

Hinter Knieschmerzen nach Belastung steckt häufig ein Knorpelschaden, also ein beginnender Gelenkverschleiß. Je früher das behandelt wird, desto eher lässt sich eine drohende Arthrose verhindern.

Kann sich verschlissener Knorpel wieder aufbauen?

Nein. Ist der Knorpelbelag erst einmal verschlissen, wird er nicht wieder wie in jungen Jahren. Ziel der Behandlung ist deshalb nicht, dass der Schaden verschwindet, sondern dass er nicht oder zumindest nicht so rasch zunimmt.

Welche Bewegung ist bei einem Knorpelschaden gut?

Grundsätzlich sind runde, sanfte Bewegungen gut. Durch den Wechsel von sanftem Druck und Entlastung wird der Knorpel über die Gelenkflüssigkeit mit Nährstoffen versorgt, ähnlich wie bei einem Schwamm. Zu wenig Bewegung ist dabei genauso ungünstig wie ständige Überforderung.

Helfen Nahrungsergänzungsmittel gegen Arthrose?

Ein Knorpelschaden entsteht nicht, weil es an Nährstoffen mangelt. Deshalb lässt sich ein Knorpelschaden mit solchen Substanzen weder verhindern noch heilen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen das. Geld für solche Mittel auszugeben, gehört eher in den Bereich von Scharlatanerie.

Was bringt Hyaluronsäure bei Knorpelschäden?

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und wirkt wie ein Schmiermittel. Ihre Wirksamkeit wird in einigen Untersuchungen angezweifelt, zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen sie jedoch, insbesondere bei leichten bis mittelstarken Knorpelschäden.

Wie funktioniert die ACP-Behandlung?

ACP steht für autologes konditioniertes Plasma und zählt zu den Eigenbluttherapien. Es wird eine Ampulle Blut abgenommen, daraus werden körpereigene Substanzen extrahiert, die Entzündungsreaktionen hemmen und natürliche Heilungsprozesse fördern. Dieses konzentrierte Plasma wird direkt in das betroffene Gelenk gespritzt.

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