Morbus stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Erkrankung. Benannt wurde das Krankheitsbild nach einem schwedischen Radiologen namens Ahlbäck. Er entdeckte, dass Knieschmerzen bei Erwachsenen auf einer lokalen Durchblutungsstörung des Knochens beruhen können, also auf einer eng begrenzten Mangelversorgung mit Blut.
Auch wenn die Schmerzen ausgesprochen lästig sind: Wirklich kritisch ist etwas anderes. Wird der Knochen dauerhaft schlecht mit Blut versorgt, bekommt er nicht genügend Nährstoffe und vor allem nicht genügend Sauerstoff. Die Folge ist, dass der Knochen abstirbt. Mediziner nennen das Osteonekrose, was so viel bedeutet wie Knochentod.
Betroffen ist dabei fast immer der Oberschenkelknochen auf der Knieinnenseite. Sehr gut erkennen lässt sich das in einer MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomographie). Wird das Problem nicht rechtzeitig erkannt und gezielt behandelt, kann sich recht rasch eine schwere Arthrose (Gelenkverschleiß) bilden.
Was letztendlich für die Entstehung des Morbus Ahlbäck verantwortlich ist, weiß man nicht genau. Einfluss haben aber offensichtlich andere Erkrankungen und Belastungen:
Gerade zu Anfang ist es wichtig, dass das Knie nicht allzu sehr belastet, aber dennoch bewegt wird. Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, nennt dafür mehrere Maßnahmen:
Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Behandlung ist es, die lokale Durchblutung im Kniegelenk wieder vermehrt anzuregen. Dafür stehen mehrere Wege zur Verfügung:
Kommt es unter diesen konservativen, also nicht operativen Maßnahmen zu keiner Besserung, muss gegebenenfalls operiert werden. Welches Verfahren infrage kommt, hängt vom Krankheitsstadium ab:
Besteht bei Knieschmerzen der Verdacht auf einen Morbus Ahlbäck, sollte das frühzeitig genauestens geprüft und konsequent behandelt werden. Denn eine drohende Operation will man möglichst vermeiden.
Ob ein Morbus Ahlbäck vorliegt und welche Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, klären die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln gern in einem persönlichen Beratungsgespräch.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Morbus Ahlbäck ist eine lokale Durchblutungsstörung des Knochens im Kniegelenk, also eine eng begrenzte Mangelversorgung mit Blut. Bekommt der Knochen dauerhaft zu wenig Nährstoffe und Sauerstoff, stirbt er ab. Mediziner sprechen dann von einer Osteonekrose, also einem Knochentod.
Betroffen ist fast immer der Oberschenkelknochen auf der Knieinnenseite. Sehr gut sichtbar wird die Veränderung in einer MRT-Untersuchung.
Was letztlich zur Entstehung führt, ist nicht genau geklärt. Einfluss haben offensichtlich Arteriosklerose, Störungen des Fettstoffwechsels, Gicht und Diabetes. Auch die längere Einnahme von Kortison, Schäden am Meniskus und O-Beine spielen eine Rolle.
Wichtig ist, das Knie nicht allzu sehr zu belasten, es aber dennoch zu bewegen. Dabei helfen Gehstöcke für vier bis sechs Wochen, Einlagen mit erhöhtem Außenrand, eine Orthese sowie Lymphdrainage und Physiotherapie. Zusätzlich lässt sich die Durchblutung durch leichtes Pedalieren auf dem Heimtrainer, die Eis-Lolli-Behandlung und Stoßwellen anregen.
Eine Operation kommt infrage, wenn die konservativen Maßnahmen keine Besserung bringen. In einem frühen Stadium kann gezieltes Anbohren den Heilungsprozess anregen, alternativ korrigiert eine Umstellungsosteotomie die Beinachse. Ist bereits eine Arthrose entstanden, wird ein künstliches Kniegelenk notwendig.
Wird die Durchblutungsstörung nicht rechtzeitig erkannt und gezielt behandelt, kann sich recht rasch eine schwere Arthrose entwickeln. Bei Verdacht auf einen Morbus Ahlbäck sollten Knieschmerzen deshalb frühzeitig genauestens abgeklärt und konsequent behandelt werden.