Der Begriff Longevity ist derzeit in aller Munde. Longevity, auf Deutsch Langlebigkeit, hat jedoch nicht nur das Ziel, die reine Lebenszeit zu verlängern. Vielmehr geht es darum, den Alterungsprozess zu verlangsamen, also um Anti-Aging, um die gewonnenen Jahre möglichst fit und gesund genießen zu können.
Das hört sich großartig an, ist aber zweifelsfrei ziemlich komplex. Neben dauerhaft gut funktionierenden, gesunden inneren Organen, also Herz, Lunge, Leber, Nieren, aber auch Augen und Ohren, haben geistige Fitness und seelische Zufriedenheit (Mental Health) grundlegende Bedeutung.
Was nützt das alles, wenn der Bewegungsapparat und die Gelenke nicht richtig funktionieren? Wenn sich beispielsweise ein schwerer, schmerzhafter Gelenkverschleiß (Arthrose) entwickelt, die Knochen aufgrund von Osteoporose (Knochenschwund) brüchig werden, die Kraft nachlässt und die Muskeln immer schwächer und schmerzhafter werden?
Für Longevity ist ganz entscheidend, dass wir uns bis ins hohe Alter möglichst schmerzfrei bewegen können und möglichst mobil bleiben. Dazu muss der gesamte Bewegungsapparat langfristig gut funktionieren. Ein Patentrezept dafür gibt es nicht, so Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln. Es gibt aber einige grundlegende Dinge, die zweifelsfrei wichtig sind.
Gelenke, Muskeln und Sehnen müssen gefordert werden. Ständig Ruhe zu halten und zu viel Schonung sind der völlig verkehrte Ansatz. Bewegung ist für die Ernährung des Knorpels und für die Produktion von Gelenkschmiere wichtig. Zum anderen stärkt Bewegung die Muskeln, und die sind für eine gute Stabilisierung und Steuerung der Gelenke entscheidend.
Ideal ist ein regelmäßiges, ausgewogenes Bewegungstraining. Ausgewogen heißt zum einen, dass möglichst alle Gelenke angesprochen werden. Zum anderen sollten Sie möglichst unterschiedliche Bewegungsformen in Ihr Fitnessprogramm einbauen:
Neuere wissenschaftliche Studien zeigen, dass gerade Krafttraining eine ganz zentrale Rolle für die Gelenkgesundheit spielt. Starke Muskeln unterstützen die Gelenke, indem sie die Belastung während der Bewegung absorbieren und verteilen. So tragen sie aktiv zum Schutz vor frühzeitigem Verschleiß bei.
Darüber hinaus wirkt sich Muskeltraining positiv auf die umliegenden Strukturen aus, also auf Bänder, Sehnen und Knochen. Krafttraining verbessert auch deren Belastbarkeit.
Auch wenn man nicht früh genug damit anfangen kann: Für Krafttraining ist es nie zu spät. Gerade mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Muskelschwund. Krafttraining hilft, dem Muskelschwund vorzubeugen oder ihn zumindest zu verlangsamen, indem Sie Ihre Muskeln gezielt fordern.
Krafttraining trägt zudem dazu bei, die Knochendichte zu erhöhen, den Knochen also fester und stabiler zu machen. Damit beugen Sie einer Osteoporose vor und bremsen auch hier den natürlichen Alterungsprozess. Das ist gerade für Frauen wichtig, die insgesamt eher zu Osteoporose neigen. Insgesamt sind regelmäßige Bewegung und gezieltes Muskeltraining das beste Anti-Aging für die Gelenke.
So wichtig Bewegung und Sport für Longevity und gesunde, fitte Gelenke sind: Man sollte es nicht übertreiben, den Bewegungsapparat nicht ständig stressen, nicht überfordern und keine schweren Verletzungen provozieren. In der Sportmedizin unterscheidet man dazu zwei Gruppen:
Dass Low-Impact-Sport für die Langlebigkeit der Gelenke besser ist als High Impact, liegt auf der Hand. Andererseits geht es im Leben auch darum, Spaß zu haben. Die klare Empfehlung von Dr. Preis lautet deshalb: nicht in Schwarz-Weiß-Kategorien denken. Machen Sie den Sport, der Ihnen Spaß macht und sich für Sie gut anfühlt. Übertreiben Sie es aber nach Möglichkeit nicht.
Gönnen Sie sich ausreichende Regenerationsphasen und achten Sie darauf, auch eine kleinere Verletzung vernünftig ausheilen zu lassen. Wechseln Sie zudem häufiger Ihre Aktivitäten. So ergibt sich meist ganz automatisch die wichtige Ausgewogenheit zwischen Cardiotraining, Stretching, Koordination und Krafttraining.
Welches Bewegungsprogramm zu Ihren Gelenken passt, klären die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln gern in einem persönlichen Beratungsgespräch.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Longevity heißt auf Deutsch Langlebigkeit. Das Ziel ist nicht nur, die reine Lebenszeit zu verlängern, sondern den Alterungsprozess zu verlangsamen. Die gewonnenen Jahre sollen möglichst fit und gesund genossen werden.
Entscheidend ist, dass wir uns bis ins hohe Alter möglichst schmerzfrei bewegen können und mobil bleiben. Dazu muss der gesamte Bewegungsapparat langfristig gut funktionieren. Gelenkverschleiß, Osteoporose und nachlassende Muskelkraft stehen dem entgegen.
Zu viel Schonung ist der falsche Ansatz. Bewegung ist für die Ernährung des Knorpels und für die Produktion von Gelenkschmiere wichtig. Außerdem stärkt sie die Muskeln, die für die Stabilisierung und Steuerung der Gelenke entscheidend sind.
Ausgewogen heißt, dass möglichst alle Gelenke angesprochen werden und unterschiedliche Bewegungsformen kombiniert werden. Neben Cardiotraining gehören regelmäßiges Stretching sowie Stabilisierungs- und Koordinationsübungen dazu. Ein besonderer Schwerpunkt sollte auf dem Krafttraining liegen.
Neuere wissenschaftliche Studien zeigen, dass Krafttraining eine zentrale Rolle für die Gelenkgesundheit spielt. Starke Muskeln absorbieren und verteilen die Belastung während der Bewegung und schützen so vor frühzeitigem Verschleiß. Zusätzlich verbessert Krafttraining die Belastbarkeit von Bändern, Sehnen und Knochen und erhöht die Knochendichte.
Low-Impact-Sport ist für die Langlebigkeit der Gelenke günstiger. Trotzdem sollten Sie nicht in Schwarz-Weiß-Kategorien denken, sondern den Sport machen, der Ihnen Spaß macht und sich gut anfühlt. Übertreiben Sie es nach Möglichkeit nicht, gönnen Sie sich Regenerationsphasen und lassen Sie auch kleinere Verletzungen vernünftig ausheilen.