Osteochondrosis dissecans ist ein schwieriges Wort. Übersetzt heißt es so viel wie Knochen und Knorpel, der sich loslöst. Im Jargon wird die Erkrankung häufig als OD abgekürzt.
Bei einer OD kommt es in einem bestimmten Bereich des Knochens zu einer Durchblutungsstörung und damit zu einer Mangelversorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen. Die genaue Ursache dafür ist bislang nicht richtig geklärt.
Eine OD beginnt meist schleichend. Sie macht sich anfangs typischerweise mit belastungsabhängigen Gelenkschmerzen bemerkbar, zum Beispiel beim, vor allem aber nach dem Sport.
Betroffen ist meist das Knie, seltener das Sprung- oder Ellenbogengelenk, und das insbesondere bei sportlich aktiven Jugendlichen. Für Ärztinnen und Ärzte ist die richtige Diagnose deshalb nicht ganz einfach, denn Gelenkbeschwerden sind bei jungen Sportlern häufig.
Verschwinden die Beschwerden nach ein paar Tagen nicht von selbst oder treten sie immer wieder auf, sollte das unbedingt abgeklärt werden. Am besten geeignet ist ein MRT, denn damit lässt sich das Problem schon sehr frühzeitig und recht deutlich erkennen.
Eine OD ist letztendlich ein Erkrankungsprozess, den man in vier Stadien einteilen kann:
Diese Einteilung ist deshalb so wichtig, weil sich die Behandlung danach richtet.
Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, behandelt im Stadium 1 zunächst konservativ, also ohne Operation. Konkret bedeutet das:
Es geht also darum, die natürliche Heilung zu fördern. Wissenschaftliche Studien zeigen: Wird eine OD frühzeitig erkannt und behandelt, stehen die Chancen sehr gut, dass sie vollständig ausheilt, insbesondere bei jungen Patienten mit noch offenen Wachstumsfugen. Bei Erwachsenen verläuft die Heilung langsamer und schwieriger. Auch hier lassen sich mit der richtigen Therapie aber sehr gute Ergebnisse erzielen.
Bei fortgeschrittener Erkrankung oder wenn sich ein Fragment bereits gelöst hat, ist in aller Regel eine operative Behandlung notwendig. Je nach Stadium und Lokalisation gibt es dafür verschiedene Operationsmethoden:
Eine Osteochondrosis dissecans ist eine ernst zu nehmende Erkrankung. Gerade weil die Beschwerden anfangs recht unspektakulär sind, ist ein genauer Blick wichtig. Bei frühzeitiger Diagnose und richtiger Therapie stehen die Chancen sehr gut, das Problem in den Griff zu bekommen, vor allem bei Jugendlichen. Wartet man zu lange, kann es zu dauerhaften Schäden im Gelenk kommen. Dann droht eine Arthrose (Gelenkverschleiß).
Bemerken Sie bei Ihrem Kind oder bei sich selbst Knieschmerzen, die über Wochen bestehen bleiben oder nach dem Sport immer wieder auftreten, sollten Sie das abklären lassen. Die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln beraten Sie dazu gern persönlich.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Übersetzt heißt der Begriff so viel wie Knochen und Knorpel, der sich loslöst, abgekürzt OD. Bei dieser Erkrankung kommt es in einem bestimmten Bereich des Knochens zu einer Durchblutungsstörung und damit zu einer Mangelversorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen. Die genaue Ursache ist bislang nicht richtig geklärt.
Betroffen sind vor allem sportlich aktive Jugendliche und junge Erwachsene. Am häufigsten ist das Knie betroffen, seltener das Sprung- oder Ellenbogengelenk.
Eine OD beginnt meist schleichend und macht sich anfangs typischerweise mit belastungsabhängigen Gelenkschmerzen bemerkbar, zum Beispiel beim, vor allem aber nach dem Sport. Verschwinden die Beschwerden nach ein paar Tagen nicht von selbst oder treten sie immer wieder auf, sollte das abgeklärt werden.
Am besten geeignet ist ein MRT. Damit lässt sich das Problem schon sehr frühzeitig und recht deutlich erkennen.
Im Stadium 1 wird zunächst konservativ behandelt, also ohne Operation. Dazu gehören eine Sportpause, gezielte Entlastung und Maßnahmen zur Verbesserung der lokalen Blutversorgung wie regelmäßige Eisabreibungen, Heiß-Kalt-Packungen und Stoßwellenbehandlungen.
Bei fortgeschrittener Erkrankung oder wenn sich ein Fragment bereits gelöst hat, ist in aller Regel eine Operation notwendig. Im Stadium 2 wird der kritische Bereich angebohrt, im Stadium 3 das lose Fragment zusätzlich mit resorbierbaren Pins fixiert. Im Stadium 4 wird das freie Fragment entfernt und der Defekt mit einer Knorpel-Knochen- oder Knorpelzelltransplantation repariert.