Wir belasten unsere Gelenke intensiv: beim Sport, bei der Arbeit und letztlich bei jedem Schritt, Tag für Tag über viele Jahre. Die Gelenke halten das nicht nur gut aus, sie brauchen Bewegung und Belastung sogar regelmäßig. Denn nur in Bewegung produzieren Gelenke Gelenkflüssigkeit. Diese benötigt der Knorpel zur Ernährung und damit die Gelenkflächen gut gegeneinander gleiten.
Irgendwann, anfangs unbemerkt, kommt es zum Verschleiß des Knorpels. Konkret heißt das: Die eigentlich ideal glatten Gleitflächen der Gelenke bekommen Rauigkeiten. Bis zu einem gewissen Maß ist das ein natürlicher Prozess, ganz ähnlich wie die Haut mit dem Älterwerden an Elastizität verliert und Falten bekommt. Übersteigt der Verschleiß des Knorpels dieses Maß jedoch, sprechen Mediziner von einer Arthrose (Gelenkverschleiß). Genau das gilt es zu verhindern.
Den Schweregrad von Knorpelschäden teilen Mediziner in vier Stufen ein:
In den Stufen 1 und 2 fühlen sich die Gelenke noch ganz normal an. Eine spezifische Behandlung ist in dieser Phase nicht erforderlich. Hier geht es ausschließlich um Prophylaxe, also um Vorbeugung. Entscheidend ist, auch wenn es banal klingt, regelmäßige Bewegung und eine Muskulatur, die gut in Form bleibt. Überlastung sollten Sie dagegen tendenziell meiden.
Bei Stufe 3 schmerzt das Gelenk nach intensiver Belastung, zum Beispiel nach dem Sport. Manchmal wird es dick und schwillt an. Das liegt an einer Entzündung, die sich gebildet hat. Stufe 3 wird in aller Regel konservativ behandelt, unter anderem mit Physiotherapie, Hyaluronsäure oder ACP (autologes konditioniertes Plasma).
Bei Stufe 4 schmerzen die Gelenke häufig schon bei geringerer Belastung. Manchmal fallen dann bereits einfache Dinge wie ein Spaziergang schwer. Hier kommen entzündungshemmende Tabletten wie Ibuprofen oder Diclofenac zum Einsatz, gegebenenfalls auch eine entzündungshemmende Spritze ins Gelenk. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob eine Reparatur des Defekts erforderlich ist, zum Beispiel im Rahmen einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung), oder ob die verschlissenen Gelenkflächen überkront, das heißt ersetzt, werden müssen.
Eine Behandlung des Knorpelschadens ist in jedem Stadium möglich, erklärt Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln. Sie richtet sich neben dem Ausmaß des Knorpelschadens vor allem nach Alter und Anspruch der Patientin oder des Patienten. Dieser Anspruch ist bei einem 30-Jährigen naturgemäß ein anderer als bei einem 70-Jährigen.
Das Kritische am Knorpelschaden, und das ist wichtig zu wissen: Ein Knorpelschaden heilt nicht. Das Gegenteil ist der Fall, er nimmt mit der Zeit eher mehr und mehr zu. Es geht also darum, einen Knorpelschaden möglichst frühzeitig zu erkennen und seine Zunahme durch entsprechende Maßnahmen abzumildern. Nur so lässt sich der gefürchteten Arthrose entgegenwirken.
Die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln beraten Sie zu Knorpelschaden und Arthrose gern persönlich.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Beim Knorpelschaden verschleißt der Knorpelbelag der Gelenke: Die eigentlich ideal glatten Gleitflächen bekommen Rauigkeiten. Bis zu einem gewissen Maß ist das ein natürlicher Prozess. Übersteigt der Verschleiß dieses Maß, sprechen Mediziner von einer Arthrose.
Mediziner unterscheiden vier Stufen. In Stufe 1 fehlt dem Knorpel etwas Elastizität, in Stufe 2 zeigt er erste oberflächliche Rauigkeiten. In Stufe 3 ist er erheblich stärker geschädigt und ziemlich rau, in Stufe 4 reicht der Schaden bis auf den Knochen.
Nein. Ein Knorpelschaden heilt nicht, er nimmt mit der Zeit eher mehr und mehr zu. Deshalb geht es darum, ihn frühzeitig zu erkennen und seine Zunahme durch entsprechende Maßnahmen abzumildern.
In den Stufen 1 und 2 ist keine spezifische Behandlung nötig, hier zählt allein die Vorbeugung. Entscheidend sind regelmäßige Bewegung und eine Muskulatur, die gut in Form bleibt. Überlastung sollte tendenziell gemieden werden.
Stufe 3 wird in aller Regel konservativ behandelt, unter anderem mit Physiotherapie, Hyaluronsäure oder ACP. Bei Stufe 4 kommen entzündungshemmende Tabletten oder Spritzen zum Einsatz. Zusätzlich wird geprüft, ob eine Arthroskopie oder ein Ersatz der verschlissenen Gelenkflächen erforderlich ist.
Nur in Bewegung produzieren die Gelenke Gelenkflüssigkeit. Diese ernährt den Knorpel und sorgt dafür, dass die Gelenkflächen gut gegeneinander gleiten.