Damit sich Finger und Hand bewegen lassen, braucht es Sehnen, die die Kraft der Unterarmmuskeln übertragen. Damit diese Sehnen möglichst gut und reibungsfrei gleiten, laufen sie in sogenannten Sehnenscheiden. Bei einer Überlastung können sich diese Sehnenscheiden entzünden.
Eine Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) kann zu einem lästigen, langwierigen und manchmal sogar chronischen Problem werden. Umso wichtiger ist es, ihr gezielt vorzubeugen.
Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, rät, sich gerade bei monotonen oder anstrengenden Tätigkeiten unbedingt Pausen zu gönnen und die Muskulatur zwischendurch immer wieder zu lockern:
Treten dennoch leichte Beschwerden auf, sollten Sie diese keinesfalls ignorieren. Wichtig ist, Handgelenke und Hände unbedingt zu schonen. Weiter zu belasten macht in einer solchen Situation keinen Sinn.
Neben der Schonung sollten Sie regelmäßig kühlen und drei- bis viermal täglich ein entzündungshemmendes Gel auftragen, zum Beispiel mit Diclofenac oder Ibuprofen.
Gerade bei der Arbeit am PC besteht durch die monotone Tätigkeit von Fingern und Händen die Gefahr einer Sehnenscheidenentzündung. Dr. Preis empfiehlt folgende Maßnahmen:
Bei allen Sportarten mit Schläger, ob Tennis, Badminton oder Golf, ist die passende Griffstärke wichtig. Ist der Griff bezogen auf die eigene Handfläche zu klein, muss fester zugegriffen werden, um den Schläger kontrolliert und stabil zu halten. Die Folge ist eine Überlastung von Muskeln und Sehnen.
Gerade beim Tennis kommt es zudem auf eine gute Besaitung des Schlägers an. Vermeiden Sie es, mit alten oder gar nassen Bällen zu spielen. Das sind alles Faktoren, die zu einer Überbeanspruchung führen können.
In manchen Fällen, gerade bei von Natur aus weichem Bindegewebe, kann eine Stützbandage für das Handgelenk angebracht sein. Probieren Sie einfach aus, ob sich das für Sie gut anfühlt.
Eine Sehnenscheidenentzündung trifft eher unerfahrene Heimwerker oder Hobbygärtner, vor allem, wenn der Ehrgeiz zu groß ist: die Hecke heute unbedingt noch zu Ende schneiden oder das Zimmer noch fertig streichen. Etwas weniger Ehrgeiz ist deshalb der erste Schutz.
Wie im Sport ist auch bei körperlicher Arbeit eine gute Technik wichtig. Lassen Sie sich nach Möglichkeit von einem Könner zeigen, wie es richtig gemacht wird.
Und es kommt auf das richtige Werkzeug an. Nichts ist schlimmer als eine Heckenschere, die nicht richtig schneidet, oder eine Säge, die zu stumpf ist. Überlegen Sie auch, ob sich für Ihr Projekt ein Akkuschrauber lohnt oder ein Hammer mit ergonomischem Griff.
Es gibt also eine Reihe wirklich einfacher Dinge, die einer Sehnenscheidenentzündung vorbeugen. Bleiben Beschwerden bestehen, beraten Sie die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln gern persönlich.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Die Sehnen, die die Kraft der Unterarmmuskeln auf Hand und Finger übertragen, laufen in Sehnenscheiden, damit sie reibungsfrei gleiten. Bei Überlastung können sich diese Sehnenscheiden entzünden. Das kann ein lästiges, langwieriges und manchmal sogar chronisches Problem werden.
Gönnen Sie sich bei monotonen oder anstrengenden Tätigkeiten unbedingt Pausen und lockern Sie die Muskulatur zwischendurch. Schütteln Sie die Hände locker aus, massieren Sie die Unterarmmuskeln und machen Sie regelmäßig Dehnungsübungen.
Stützen Sie die Handballen vor der Tastatur auf, gegebenenfalls mit einem Polster, und nutzen Sie eine möglichst flache Tastatur sowie eine ergonomische Maus. Bedienen Sie die Maus zeitweise mit der anderen Hand, arbeiten Sie nicht dauerhaft am Notebook und wechseln Sie regelmäßig die Sitzposition.
Bei Schlägersportarten ist die zur Handfläche passende Griffstärke entscheidend, denn ein zu kleiner Griff zwingt zu festerem Zugreifen und überlastet Muskeln und Sehnen. Beim Tennis kommt es außerdem auf eine gute Besaitung an, alte oder nasse Bälle sollten vermieden werden.
Ignorieren Sie sie nicht. Schonen Sie Hände und Handgelenke, kühlen Sie regelmäßig und tragen Sie drei- bis viermal täglich ein entzündungshemmendes Gel auf, zum Beispiel mit Diclofenac oder Ibuprofen.
In manchen Fällen, gerade bei von Natur aus weichem Bindegewebe, kann eine Stützbandage für das Handgelenk angebracht sein. Probieren Sie aus, ob sich das für Sie gut anfühlt.