Ein ziehender Schmerz im Bereich des Handgelenks oder des Unterarms, der beim Zufassen und teilweise auch in Ruhe auftritt, deutet häufig auf eine Sehnenscheidenentzündung hin. Typische Auslöser sind viel Arbeit mit Maus und Tastatur oder eine Überlastung beim Sport, bei der Gartenarbeit oder beim Heimwerken.
Damit unsere Sehnen bei Bewegungen gut gleiten, haben sie im Bereich des Handgelenks und der Finger eine Umhüllung. Diese Umhüllung nennt man Sehnenscheide. Werden die Sehnen überfordert, kann sich die Sehnenscheide entzünden, und das verursacht Schmerzen. Betroffen sein können sowohl die Innenseite, also die Beugesehnen, als auch die Außenseite, also die Strecksehnen.
Bei einer stärkeren Sehnenscheidenentzündung spüren Sie die Schmerzen nicht nur bei Bewegung, sondern auch in Ruhe. In extremeren Fällen wird der Bereich zusätzlich warm und rot und schwillt gegebenenfalls an. Das passiert allerdings eher selten.
Bei leichteren Beschwerden können und sollten Sie das Ganze zunächst selbst behandeln.
Klingen die Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage ab, sollten Sie das ärztlich abklären lassen. Je nachdem, wie stark die Entzündung ist, wird das Handgelenk in einer Schiene ruhiggestellt. Das ist zwar lästig, aber je mehr Ruhe in die Hand kommt, desto eher geht die Entzündung zurück.
Um die Heilung zusätzlich zu unterstützen, sind gegebenenfalls entzündungshemmende Tabletten sinnvoll. Präparate wie Diclofenac oder Ibuprofen sollten Sie jedoch höchstens für ein paar Tage einnehmen. Langfristig können sie Probleme an Magen, Darm oder Nieren verursachen.
Gegebenenfalls besser verträglich, vor allem aber wirkungsvoller bei einer starken Entzündung, ist eine Spritze mit einem Kortisonpräparat. Eine Sehnenscheidenentzündung ist ein lokales Problem, deshalb ist es sinnvoll, das Medikament genau dorthin zu bringen, wo es wirken soll. Kortison sollte allerdings maximal zweimal gegeben werden.
Bei leichteren beziehungsweise chronischen Beschwerden kann als Alternative auch ACP eingesetzt werden. ACP steht für autologes konditioniertes Plasma und ist eine Form der Eigenblutbehandlung. Dabei wird eine Ampulle Blut entnommen und daraus werden die natürlichen entzündungshemmenden Substanzen isoliert. Dieses Konzentrat wird anschließend an die gereizte, entzündete Sehnenscheide gespritzt. Das Ganze wird vier- bis sechsmal im Abstand von circa einer Woche wiederholt.
Darüber hinaus ist es wichtig, die Muskeln der gestressten Sehnen zu entspannen. Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, zeigt dafür zwei einfache Dehnübungen.
Mit diesen Maßnahmen lässt sich eine Sehnenscheidenentzündung in aller Regel rasch in den Griff bekommen. Bleiben die Beschwerden bestehen, beraten Sie die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING in Köln gern persönlich.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Die Sehnen am Handgelenk und an den Fingern sind von einer Umhüllung umgeben, der Sehnenscheide. Werden die Sehnen überfordert, etwa durch viel Arbeit an Maus und Tastatur, durch Sport, Gartenarbeit oder Heimwerken, kann sich diese Sehnenscheide entzünden.
Typisch ist ein ziehender Schmerz am Handgelenk oder Unterarm beim Zufassen. Bei einer stärkeren Entzündung treten die Schmerzen auch in Ruhe auf. In extremeren Fällen wird der Bereich warm, rot und schwillt an, das ist aber eher selten.
Schonen Sie die Hand konsequent und kühlen Sie vier- bis fünfmal täglich circa 15 bis 20 Minuten mit einem Cold Pack, das in ein Tuch gewickelt ist. Zusätzlich hilft es, drei- bis viermal täglich ein entzündungshemmendes Gel aufzutragen, nachts als Salbenverband.
Wenn die Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage abklingen. Je nach Stärke der Entzündung wird das Handgelenk in einer Schiene ruhiggestellt. Entzündungshemmende Tabletten sollten höchstens ein paar Tage eingenommen werden, da sie langfristig Magen, Darm oder Nieren belasten können.
Eine Spritze mit einem Kortisonpräparat wirkt lokal genau dort, wo das Problem sitzt, und ist bei einer starken Entzündung besonders wirkungsvoll. Kortison sollte allerdings maximal zweimal gegeben werden.
ACP steht für autologes konditioniertes Plasma und ist eine Form der Eigenblutbehandlung. Es wird eine Ampulle Blut entnommen, daraus werden die natürlichen entzündungshemmenden Substanzen isoliert und als Konzentrat an die entzündete Sehnenscheide gespritzt. Die Behandlung wird vier- bis sechsmal im Abstand von etwa einer Woche wiederholt.