Die bei weitem häufigste Ursache für Schulterschmerzen ist das Impingement-Syndrom (Engpass-Syndrom der Schulter). Der Begriff hört sich komplizierter an, als er ist. Vereinfacht bedeutet Impingement, im Englischen das Einklemmen, folgendes: Beim Heben des Armes kommt es zu einem Einklemmen von Sehnen der sogenannten Rotatorenmanschette zwischen Oberarmkopf und Schulterdach. Geschieht das immer wieder, führt es zu einer Sehnenreizung, und das macht Schmerzen.
Verschwinden die Schmerzen trotz Schonung, Kühlung, entzündungshemmender Gels sowie Übungen beziehungsweise Krankengymnastik nicht, sollten Sie das Problem professionell behandeln lassen. Denn ein Impingement kann nicht nur chronisch werden. Langfristig kann auch ein Sehnenverschleiß bis hin zu einem Sehnenriss daraus resultieren.
Basis für die erfolgreiche Behandlung des Impingements ist eine sogenannte funktionelle Behandlung, das heißt Physiotherapie. Dazu zählen insbesondere Krankengymnastik und manuelle Therapie, aber auch Trainingstherapie und gegebenenfalls Osteopathie.
Ziel ist, die komplexe muskuläre Steuerung der Schulter zu verbessern. Dazu gehört unter anderem, die Muskeln zu entspannen, die den Oberarmkopf nach oben ziehen, und die Muskeln zu kräftigen, die ihn nach unten ziehen. Die Folge: Die Sehnen werden weniger gestresst und können sich besser regenerieren.
Diese natürliche Regeneration funktioniert umso besser, je besser die betroffenen Gewebestrukturen durchblutet sind. Die Schulterdurchblutung zu verbessern ist deshalb ein weiterer wichtiger Aspekt der Selbstbehandlung. Fördern lässt sie sich mit:
Bessern sich die Beschwerden nicht, sollte die Behandlung intensiviert werden. Im nächsten Schritt kommen Medikamente hinzu. Ein Impingement-Syndrom ist ein lokales Problem und sollte deshalb auch primär lokal behandelt werden. Ständig Tabletten einzunehmen macht wenig Sinn: Der Wirkstoff verteilt sich im ganzen Körper und kann dort gegebenenfalls zu erheblichen Nebenwirkungen führen.
Lokal behandeln heißt, dass das Medikament ganz gezielt nah an die gereizte Sehne beziehungsweise den gereizten Schleimbeutel gespritzt wird. So kann es vor Ort gut wirken, ohne dass ein nennenswertes Risiko für Nebenwirkungen besteht. Auf Cortison sollte dabei allerdings weitestgehend verzichtet werden. Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, setzt Cortison allenfalls einmalig in einer sehr akuten und sehr schmerzhaften Phase ein.
Bei leichteren beziehungsweise chronischen Beschwerden kann stattdessen eine sogenannte ACP-Behandlung durchgeführt werden. ACP steht für autologes konditioniertes Plasma und ist eine Form der Eigenblutbehandlung.
Daneben gibt es im wahrsten Sinne des Wortes alternative Behandlungsansätze:
Nicht für alle diese alternativen Behandlungen gibt es einen wissenschaftlichen Wirknachweis. Dr. Preis empfiehlt deshalb, persönlich mit dem Arzt Ihres Vertrauens zu besprechen, ob sie für Sie infrage kommen.
Es gibt also eine klare Strategie, mit der das Impingement erfolgreich behandelt werden kann. Verschwinden die Beschwerden jedoch nach drei bis vier Monaten nicht, sollten Sie unbedingt prüfen lassen, ob eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) notwendig ist, um die Ursache des Problems zu beseitigen. Ansonsten besteht das Risiko, dass das Problem chronisch wird und die Sehnen der Rotatorenmanschette sogar reißen.
Die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln beraten Sie zur konservativen Behandlung des Impingement-Syndroms gern persönlich.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Für das Impingement gibt es eine klare konservative Behandlungsstrategie. Basis ist eine funktionelle Behandlung mit Physiotherapie, ergänzt um Maßnahmen zur Durchblutungsförderung und, falls nötig, um lokal verabreichte Medikamente. Erst wenn die Beschwerden nach drei bis vier Monaten nicht verschwinden, sollte geprüft werden, ob eine Arthroskopie notwendig ist.
Wichtig sind vor allem Krankengymnastik und manuelle Therapie, daneben Trainingstherapie und gegebenenfalls Osteopathie. Ziel ist es, die muskuläre Steuerung der Schulter zu verbessern: Die Muskeln, die den Oberarmkopf nach oben ziehen, werden entspannt, die Gegenspieler gekräftigt. So werden die Sehnen weniger gestresst.
Auf Cortison sollte weitestgehend verzichtet werden. In der KLINIK am RING wird es allenfalls einmalig in einer sehr akuten und sehr schmerzhaften Phase eingesetzt. Bei leichteren oder chronischen Beschwerden kommt stattdessen eine ACP-Behandlung infrage.
ACP steht für autologes konditioniertes Plasma und ist eine Form der Eigenblutbehandlung. Dabei wird etwas Blut entnommen, daraus werden die natürlichen entzündungshemmenden Substanzen isoliert und als Konzentrat an die gereizte, entzündete Sehne gespritzt. Die Behandlung wird vier- bis sechsmal im Abstand von circa einer Woche wiederholt.
Ein Impingement-Syndrom ist ein lokales Problem und sollte primär lokal behandelt werden. Bei Tabletten verteilt sich der Wirkstoff im ganzen Körper und kann dort gegebenenfalls zu erheblichen Nebenwirkungen führen. Wird das Medikament gezielt an die gereizte Sehne oder den Schleimbeutel gespritzt, wirkt es vor Ort, ohne dass ein nennenswertes Nebenwirkungsrisiko besteht.
Ein Impingement kann chronisch werden. Langfristig droht zudem ein Sehnenverschleiß bis hin zu einem Riss der Rotatorenmanschette. Bleiben die Schmerzen trotz Schonung, Kühlung, entzündungshemmender Gels und Übungen bestehen, sollte die Schulter professionell untersucht werden.