Beim Impingement-Syndrom (Engpasssyndrom der Schulter) klemmen die Schultersehnen, die Rotatorenmanschette, unter dem Schulterdach ein. Zunächst geht es darum, dieses Problem mit konservativen Behandlungsmaßnahmen in den Griff zu bekommen, also mit Schonung, Eigenübungen und Physiotherapie, gegebenenfalls auch mit Tabletten und Spritzen.
Gelingt das nicht und schmerzt die Schulter auch nach drei bis vier Monaten weiter, sollte ein Schulterspezialist prüfen, ob die Ursache des Problems durch eine Arthroskopie beseitigt werden sollte, statt weiter nur die Symptome zu behandeln. Das ist deshalb so wichtig, weil eine dauerhafte Reizung, ein chronischer Stress der Sehnen, nicht ohne Folgen bleibt. In aller Regel kommt es auf Dauer zum Riss der Sehnen, einer sogenannten Rotatorenmanschettenruptur. Genau das soll verhindert werden.
Bei einem solchen minimalinvasiven Eingriff wird mit einer Minikamera von hinten in die Schulter geschaut. Die Kamera ist etwa so groß wie die Spitze eines Kugelschreibers. Von der Seite beziehungsweise von vorne kommen über einen zweiten, circa 3 Millimeter kleinen Zugang feine Instrumente hinzu, etwa so groß wie eine Kugelschreibermine.
Anatomisch stellt sich die Situation so dar: Auf die Gelenkpfanne und den Oberarmkopf setzen die Muskeln an, die in die Sehne der Rotatorenmanschette übergehen. Darüber liegt das Schulterdach, das häufig eine Ausziehung, eine Art Nase nach unten hat. Das Schulterdach geht über das Schlüsselbein in das Schultereckgelenk über. Beim Hochheben des Armes bekommt die Sehne dort Druck und wird gereizt.
Im Rahmen der Arthroskopie wird Platz geschaffen: Diese Nase, dieser Zapfen wird abgetragen, der Raum wird weiter und die Sehne kann sich regenerieren. Damit ist das Problem ursächlich beseitigt.
Damit ein solcher Eingriff möglich ist, müssen Sie völlig entspannt sein. Dafür ist eine Vollnarkose erforderlich. Im Vorfeld untersucht Sie die Anästhesistin beziehungsweise der Anästhesist und bespricht alles in Ruhe mit Ihnen. Am OP-Tag kommen Sie in die Klinik. Der eigentliche Eingriff dauert nur circa 30 Minuten.
Die Operation kann gegebenenfalls ambulant durchgeführt werden. Alternativ bleiben Sie ein bis zwei Nächte in der Klinik. Das hat den Vorteil, dass Sie optimal betreut werden und unmittelbar mit einer zielgerichteten Nachbehandlung und Physiotherapie gestartet werden kann.
Nach der Operation brauchen Sie keine Bandage. Den Arm können Sie für Alltagsbewegungen im unteren Bereich von Anfang an einsetzen.
Da die Schulter nach der Operation nicht allzu lange geschont werden muss, fallen Sie auch beruflich nicht allzu lange aus. Je nach Art der Tätigkeit liegt die Arbeitsunfähigkeit bei nicht körperlich Arbeitenden irgendwo zwischen wenigen Tagen und circa zwei Wochen.
Nach dieser Zeit ist auch ein langsamer Wiedereinstieg in den Sport möglich. Mit Sport, der die Schulter stärker belastet, sollten Sie jedoch sechs bis acht Wochen pausieren.
Bei der arthroskopischen Behandlung des Impingements wird das Problem ursächlich und damit dauerhaft beseitigt. Ob der Eingriff auch für Sie persönlich die beste Behandlung ist, sollten Sie mit einem Schulterspezialisten Ihres Vertrauens besprechen. Die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln stehen Ihnen dafür gern zur Verfügung.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Zunächst wird konservativ behandelt, also mit Schonung, Eigenübungen, Physiotherapie und gegebenenfalls Tabletten und Spritzen. Schmerzt die Schulter auch nach drei bis vier Monaten weiter, sollte ein Schulterspezialist prüfen, ob die Ursache arthroskopisch beseitigt werden sollte.
Eine dauerhafte Reizung und ein chronischer Stress der Sehnen bleiben nicht ohne Folgen. In aller Regel kommt es auf Dauer zum Riss der Sehnen, einer sogenannten Rotatorenmanschettenruptur. Das soll durch den Eingriff verhindert werden.
Über einen Zugang von hinten wird eine Minikamera eingeführt, über einen zweiten, circa 3 Millimeter kleinen Zugang kommen feine Instrumente hinzu. Damit wird die Ausziehung am Schulterdach abgetragen. Der Raum wird weiter und die Sehne kann sich regenerieren.
Der eigentliche Eingriff dauert nur circa 30 Minuten und erfolgt in Vollnarkose. Er kann gegebenenfalls ambulant durchgeführt werden. Alternativ bleiben Sie ein bis zwei Nächte in der Klinik, um optimal betreut zu werden und sofort mit der Nachbehandlung zu starten.
Nein. Den Arm können Sie für Alltagsbewegungen im unteren Bereich von Anfang an einsetzen. Selbstversorgung und Körperpflege sind sofort möglich, Autofahren nach zwei bis drei Tagen. Eine begleitende Physiotherapie ist sehr sinnvoll.
Bei nicht körperlicher Tätigkeit liegt die Arbeitsunfähigkeit je nach Beruf zwischen wenigen Tagen und circa zwei Wochen. Danach ist ein langsamer Wiedereinstieg in den Sport möglich. Mit Sport, der die Schulter stärker belastet, sollten Sie sechs bis acht Wochen pausieren.