Das Impingement-Syndrom (Engpass-Syndrom) ist die bei weitem häufigste Ursache für Schulterschmerzen. Impingement bedeutet, dass Sehnen an der Schulter bei bestimmten Bewegungen gequetscht werden. Das führt zu einer Reizung und macht Schmerzen. Konkret werden Schultersehnen zwischen Oberarmkopf und Schulterdachknochen eingeklemmt, vor allem beim Hochheben des Armes. Je früher Sie bei einer solchen Sehnenreizung gegensteuern, desto rascher bekommen Sie das Problem in den Griff.
Der entscheidende Ansatz ist, den Gleitraum der Sehnen zwischen Oberarmkopf und Schulterdach zu erweitern, und zwar durch eine verbesserte muskuläre Steuerung der Schulter. Das Prinzip ist einfach: Die Muskeln, die den Oberarmkopf nach oben ziehen, müssen entspannt werden, und die Muskeln, die ihn nach unten ziehen, müssen gekräftigt werden. So wird der Raum unter dem Schulterdach weiter, die Sehnen werden weniger gestresst und können sich regenerieren.
Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, empfiehlt dazu die drei folgenden Übungen. Sie sind einfach, aber sehr effektiv.
Die Muskeln, die den Oberarmkopf nach unten ziehen, sind zugleich die Muskeln, die den Arm nach innen beziehungsweise außen drehen. In der Fachsprache heißen sie Innen- und Außenrotatoren. So trainieren Sie die Innenrotatoren:
Die Übung für die Außenrotatoren sieht ganz ähnlich aus:
Bei der dritten Übung geht es um die Entspannung. Zur Entspannung von Muskeln ist Dehnung (Stretching) das A und O. Diese einfache, aber sehr effiziente Übung können Sie überall durchführen, auch zwischendurch am Schreibtisch. So dehnen Sie die rechte Seite:
Führen Sie diese Dehnübung für die rechte und die linke Seite durch, auch wenn Sie nur auf einer Seite Beschwerden haben. Ziel aller drei Übungen ist es, den Druck von den gestressten Sehnen zu nehmen, damit sie sich regenerieren können.
Regeneration, das heißt Erholung beziehungsweise Selbstheilung, geschieht umso effektiver, je besser das Gewebe durchblutet ist. Wer die lokale Durchblutung der Schulter verbessert, unterstützt also ganz erheblich den Regenerationsprozess der gereizten Sehnen. Das funktioniert sehr gut mit einer sogenannten Eislolli-Behandlung:
Sie werden merken, dass das Gewebe, das zunächst eiskalt und blass war, danach gerötet und gut durchblutet ist, ähnlich wie die Hände nach einer Schneeballschlacht.
Bleiben die Schulterschmerzen trotz der Übungen bestehen, sollten Sie das Problem unbedingt professionell abklären lassen, denn eine solche Sehnenreizung kann chronisch werden. Die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln beraten Sie gern zu konservativen und operativen Behandlungsmöglichkeiten.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Impingement bedeutet, dass Schultersehnen bei bestimmten Bewegungen zwischen Oberarmkopf und Schulterdachknochen eingeklemmt und gequetscht werden, vor allem beim Hochheben des Armes. Das führt zu einer Sehnenreizung und macht Schmerzen. Das Impingement-Syndrom ist die häufigste Ursache für Schulterschmerzen.
Die Übungen erweitern den Gleitraum der Sehnen zwischen Oberarmkopf und Schulterdach durch eine verbesserte muskuläre Steuerung: Die Muskeln, die den Oberarmkopf nach unten ziehen, werden gekräftigt, die Muskeln, die ihn nach oben ziehen, werden entspannt. So werden die Sehnen weniger gestresst und können sich regenerieren.
Wählen Sie die Spannung des Therabands so, dass Sie 10 bis 12 Wiederholungen schaffen. Wiederholen Sie jede Übung mit Pausen von 30 bis 60 Sekunden vier- bis sechsmal. Führen Sie die Bewegungen langsam und kontrolliert mit angelegtem Oberarm aus.
Ja. Die Dehnübung für den Hals-Nacken-Bereich sollten Sie für die rechte und die linke Seite machen, auch wenn Sie nur auf einer Seite Beschwerden haben. Halten Sie die Dehnung jeweils circa 20 Sekunden und wiederholen Sie sie drei- bis viermal.
Das Abreiben des schmerzhaften Bereichs mit einem Eislolli verbessert die lokale Durchblutung und unterstützt so die Regeneration der gereizten Sehnen. Reiben Sie mit kreisenden Bewegungen für circa 10 bis 15 Minuten, am besten ein- bis zweimal täglich.
Wenn die Schulter trotz der Übungen weiterhin Beschwerden macht, sollten Sie das professionell abklären lassen. Eine unbehandelte Sehnenreizung kann chronisch werden.