Wird die Schulter unter konservativer Behandlung nach drei bis vier Monaten nicht dauerhaft schmerzfrei, sollte durch einen kleinen operativen Eingriff, eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung), die Ursache des Problems beseitigt werden.
Bei einer Arthroskopie blicken die Operateure mit einer Minikamera von hinten in die Schulter hinein. Die Kamera ist etwa so groß wie eine Kugelschreiberspitze. Von der Seite und von vorne werden sehr zarte Instrumente eingebracht, etwa so fein wie eine Kugelschreibermine. Mit diesen Instrumenten lässt sich das Problem lösen.
Zum Verständnis hilft ein Blick auf die Anatomie: Der Oberarmkopf bewegt sich in der Gelenkpfanne. Die Muskeln der Schulter gehen in Sehnen über, gemeinsam bilden sie die Rotatorenmanschette. Darüber liegt das Schulterdach, das häufig eine knöcherne Ausziehung nach unten hat, eine Art Nase. Das Schulterdach geht in das Schlüsselbein über, beide bilden das Schultereckgelenk. Beim Hochheben des Armes wird die Sehne zwischen Schulterdach und Oberarmkopf gequetscht. Das führt zu einer Reizung der Sehne, und die verursacht Schmerzen.
Im Rahmen der Arthroskopie wird deshalb Platz im Bereich des Schulterdachs geschaffen: Der knöcherne Zapfen wird entfernt und der Raum erweitert, erforderlichenfalls wird zusätzlich die Sehne geglättet. Damit ist die Ursache des Problems beseitigt.
Nach der Operation wird der Arm nicht ruhiggestellt. Für Alltagsbewegungen im unteren Bereich können Sie ihn von Anfang an einsetzen. Sie können sich selbst versorgen, Körperpflege betreiben und nach zwei bis drei Tagen wieder Auto fahren. Neben einer gewissen Schonung und Rücksichtnahme, schließlich müssen die Strukturen der Schulter abheilen, ist eine begleitende Physiotherapie sehr sinnvoll.
Die Arbeitsunfähigkeit dauert nicht allzu lange: Wer nicht körperlich arbeitet, ist je nach Art der Tätigkeit zwischen wenigen Tagen und circa zwei Wochen arbeitsunfähig. Danach ist auch ein langsamer Wiedereinstieg in den Sport möglich. Sportarten, die die Schulter stärker belasten, sollten Sie sechs bis acht Wochen pausieren.
Die Ergebnisse nach arthroskopischer Behandlung des Impingement-Syndroms sind sehr gut, denn das Problem wird ursächlich beseitigt. Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, betont, wie wichtig diese kausale Therapie ist: Eine dauerhafte Reizung, ein chronischer Stress der Sehnen, bleibt nicht ohne Folgen. In aller Regel ist dann ein Sehnenriss, eine sogenannte Rotatorenmanschettenruptur, die Folge. Genau das gilt es zu verhindern.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Wenn die Schulter unter konservativer Behandlung nach drei bis vier Monaten nicht dauerhaft schmerzfrei wird. Dann sollte per Arthroskopie die Ursache des Problems beseitigt werden.
Der eigentliche Eingriff dauert nur circa 30 Minuten und erfolgt in Vollnarkose. Die Operation kann ambulant durchgeführt werden, alternativ bleiben Sie ein bis zwei Nächte stationär in der Klinik.
Nein. Für Alltagsbewegungen im unteren Bereich können Sie den Arm von Anfang an einsetzen, sich selbst versorgen und Körperpflege betreiben. Nach zwei bis drei Tagen ist Autofahren wieder möglich. Eine begleitende Physiotherapie ist sehr sinnvoll.
Wer nicht körperlich arbeitet, ist je nach Art der Tätigkeit zwischen wenigen Tagen und circa zwei Wochen arbeitsunfähig.
Nach der Arbeitsunfähigkeit können Sie langsam wieder mit dem Sport einsteigen. Sportarten, die die Schulter stärker belasten, sollten Sie sechs bis acht Wochen pausieren.
Eine dauerhafte Reizung, ein chronischer Stress der Sehnen, bleibt nicht ohne Folgen. In aller Regel entsteht ein Sehnenriss, eine sogenannte Rotatorenmanschettenruptur. Genau das soll die ursächliche Behandlung verhindern.