Bei jedem Schritt belasten wir unser Kniegelenk mit etwa dem Siebenfachen unseres Körpergewichts, und das Tag für Tag über viele Jahre. Gesunde Gelenke halten das gut aus. Sie brauchen sogar regelmäßige Belastung: Nur in Bewegung produzieren Gelenke die Gleitflüssigkeit, die sie für ihr reibungsloses Funktionieren benötigen. Und nur in Bewegung bleiben die Muskeln fit, die die Gelenke steuern und stabilisieren.
Dennoch kommt es irgendwann zum Verschleiß. Mit diesem natürlichen Verschleiß kommen die meisten Menschen gut zurecht. Übersteigt der Verschleiß aber ein gewisses Maß, sprechen Mediziner von einer Arthrose. Dann wird es oft quälend: Das Aufstehen fällt schwer, und jeder Schritt tut weh.
Gelenke bestehen aus zwei Teilen, die gegeneinander gleiten. Beide haben einen Knorpelüberzug, und der gesunde Knorpel ist ideal glatt. Zudem gibt es im Gelenk die sogenannte Gelenkschmiere. Sie wirkt wie Öl im Getriebe, sodass die Gelenkflächen reibungsarm gegeneinander gleiten.
Mit dem Älterwerden verliert der Knorpel an Elastizität, seine ursprünglich glatte Oberfläche wird langsam rau. Das ist in einem gewissen Maße normal. Werden die Gelenkschäden jedoch immer größer und nehmen die Rauigkeiten zu, beschleunigt das den Verschleißprozess. Sind die knorpeligen Gelenkflächen schließlich völlig abgerieben und läuft Knochen gegen Knochen, sprechen Mediziner von einer fortgeschrittenen Arthrose.
Im Röntgenbild lässt sich das gut erkennen: Beim gesunden Kniegelenk zeigt sich zwischen Oberschenkelknochen und Unterschenkelknochen ein deutlicher Gelenkspalt. Er entsteht dadurch, dass beide Gelenkanteile einen dicken Knorpelbelag haben. Beim Arthroseknie ist dieser Gelenkspalt aufgehoben: Der Knorpel ist völlig abgerieben, es läuft Knochen auf Knochen. Die Folge: Die Gelenkflächen gleiten nicht mehr gut gegeneinander, und das tut weh.
Neben dem natürlichen Verschleiß gibt es weitere Faktoren, die eine Arthrose begünstigen:
Um das genaue Ausmaß der Arthrose zu bestimmen, führen die Ärzte bestimmte Untersuchungen durch, in aller Regel mit Röntgen- und MRT-Bildern der Knie. Denn eine gute Behandlung braucht eine exakte Diagnose.
Den Schweregrad von Knorpelschäden teilen Mediziner in die Stufen 1 bis 4 ein:
Neben der Tiefe eines Knorpelschadens beurteilen Mediziner außerdem dessen Größe, also die flächenmäßige Ausdehnung. Beides gemeinsam hat entscheidenden Einfluss auf die Behandlungsstrategie und deren Erfolg. Je tiefer der Schaden und je größer seine Fläche, desto kritischer ist die Situation.
Eine Therapie ist in jedem Stadium möglich. Sie richtet sich neben dem Ausmaß des Verschleißes auch nach dem Alter und dem persönlichen Anspruch, der bei einem 30-Jährigen naturgemäß ein anderer ist als bei einem 70-Jährigen. Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, rät: Je früher die Arthrose behandelt wird, desto einfacher lässt sich der Verlauf verlangsamen und abmildern.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Arthrose bezeichnet einen Gelenkverschleiß, der über das natürliche Maß hinausgeht. Der Knorpelüberzug der Gelenkflächen wird zunehmend rau und reibt sich ab. Läuft schließlich Knochen gegen Knochen, sprechen Mediziner von einer fortgeschrittenen Arthrose.
Mit dem Älterwerden verliert der Knorpel an Elastizität, seine glatte Oberfläche wird langsam rau. Nehmen die Rauigkeiten zu, beschleunigt das den Verschleißprozess. Neben dem natürlichen Verschleiß begünstigen chronische Überlastung im Beruf oder Sport sowie Unfälle und Verletzungen eine Arthrose.
Mediziner teilen Knorpelschäden in die Stufen 1 bis 4 ein. Bei Stufe 1 fehlt dem Knorpel etwas Elastizität, bei Stufe 2 zeigen sich erste oberflächliche Rauigkeiten. Stufe 3 bezeichnet ausgeprägte, tiefgreifende Schäden, Stufe 4 einen sehr tiefen Knorpelschaden bis auf den Knochen.
Um das genaue Ausmaß der Arthrose zu bestimmen, führen die Ärzte bestimmte Untersuchungen durch, in aller Regel mit Röntgen- und MRT-Bildern der Knie. Eine gute Behandlung braucht eine exakte Diagnose.
In den Stufen 1 und 2 ist keine spezifische Behandlung erforderlich. Es geht um Prophylaxe: die Knie regelmäßig bewegen, Überlastungen tendenziell meiden und die Muskulatur gut in Form halten.
Eine Therapie ist in jedem Stadium möglich und richtet sich nach dem Ausmaß des Verschleißes, dem Alter und dem persönlichen Anspruch. Je früher die Behandlung beginnt, desto einfacher lässt sich der Verlauf verlangsamen und abmildern.