Eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung), das heißt eine minimalinvasive Operation, ist eine sehr gute Option, um Schulterschmerzen bei einem Impingement dauerhaft in den Griff zu bekommen. Für den Erfolg eines solchen Eingriffs ist neben der Erfahrung des Operateurs jedoch vor allem eine sehr gute Nachbehandlung entscheidend.
Wichtig sind neben einer individuellen Physiotherapie einige Dinge, die Sie im Alltag beachten sollten, vor allem aber ein paar einfache Übungen, die Sie zwischendurch immer wieder selbstständig durchführen sollten.
In den ersten drei Tagen nach einer Arthroskopie braucht die Schulter zunächst eine gewisse Ruhe. Andererseits sind sanfte Bewegungen wichtig, damit das Gewebe geschmeidig bleibt und es nicht zu Verklebungen kommt. Ideal ist dafür eine einfache Pendelübung.
Den Arm können Sie in dieser Phase für Alltagsbewegungen im unteren Bereich bereits problemlos einsetzen. Das heißt, Sie können sich selbst versorgen und Körperpflege betreiben.
Um mögliche Schwellungen und Schmerzen in den Griff zu bekommen, ist es hilfreich, ein Cold Pack für jeweils etwa 10 bis 15 Minuten aufzulegen, gern vier- bis fünfmal täglich. Vorsicht: Die Schulter sollte dabei nur kühl und nicht etwa eiskalt werden. Wickeln Sie das Cold Pack deshalb in ein Handtuch ein, wenn Sie es aus dem Eisschrank nehmen.
In den ersten Tagen ist es meist sinnvoll, zusätzlich abschwellende, entzündungshemmende Tabletten einzunehmen, zum Beispiel Ibuprofen oder Diclofenac. Denn je rascher die Gewebsschwellung zurückgeht, desto rascher geht es mit der Heilung voran. Stimmen Sie das jedoch mit Ihrem Arzt ab: Er prüft, ob bei Ihnen Einschränkungen oder Unverträglichkeiten bestehen.
In den nachfolgenden Tagen, etwa zwischen dem vierten und zehnten Tag nach der OP, können Sie die Schulter wieder mehr und mehr im Alltag einsetzen und meist auch wieder Auto fahren. Übertreiben Sie es aber nicht mit Ihren Aktivitäten, schließlich müssen die Strukturen der Schulter weiter abheilen. Verzichten Sie in dieser Phase insbesondere noch darauf, den Arm häufiger weit nach oben zu heben oder Tätigkeiten im oberen Bereich durchzuführen.
Ab der zweiten Woche nach der OP kann die Schulter etwas mehr gefordert werden. Hilfreich ist dann bereits auch ein ganz sanftes Krafttraining, wobei allerdings nur bestimmte Muskelgruppen trainiert werden sollten. Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, empfiehlt seinen Patientinnen und Patienten nach einer Arthroskopie häufig die folgenden Übungen. Benötigt wird dafür lediglich ein Gummiband, beispielsweise ein Theraband.
In dieser Phase können Sie langsam wieder mit Sport beginnen, sofern die Schulter dabei nicht allzu sehr gestresst wird. Wann eine intensivere Schulterbelastung möglich ist, etwa Tennis, Volleyball, Kraftsport oder schwere körperliche Arbeit, hängt letztendlich davon ab, wie stark der Vorschaden in der Schulter war. Besprechen Sie deshalb persönlich mit Ihrem Arzt, was für Sie richtig ist.
Heilung ist ein natürlicher Prozess, der Zeit braucht. Es gibt jedoch eine Menge, das Sie tun können, um diesen Prozess zu unterstützen. Der persönliche Tipp von Dr. Preis: Hören Sie auf Ihren Körper und dosieren Sie Ihre Aktivitäten so, wie es sich für Sie gut anfühlt.
Sollten Sie bei den Übungen unsicher sein oder Zweifel haben, nehmen Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Operateur oder Ihrem Physiotherapeuten. Die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln stehen Ihnen dafür gern zur Verfügung.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
In den ersten drei Tagen braucht die Schulter zunächst eine gewisse Ruhe. Sanfte Bewegungen sind in dieser Zeit aber wichtig, damit das Gewebe geschmeidig bleibt und es nicht zu Verklebungen kommt. Alltagsbewegungen im unteren Bereich sind bereits problemlos möglich.
Ideal ist eine einfache Pendelübung: An einem Tisch abstützen, den operierten Arm locker hängen lassen und langsam vor und zurück, nach innen und außen sowie im Kreis pendeln. Die Übung wird ein bis zwei Minuten durchgeführt und über den Tag verteilt immer wieder wiederholt.
Hilfreich ist ein Cold Pack für jeweils etwa 10 bis 15 Minuten, gern vier- bis fünfmal täglich. Die Schulter sollte dabei nur kühl und nicht eiskalt werden. Wickeln Sie das Cold Pack deshalb in ein Handtuch ein.
Etwa zwischen dem vierten und zehnten Tag nach der OP lässt sich die Schulter wieder mehr und mehr im Alltag einsetzen, und meist ist auch Auto fahren wieder möglich. In dieser Phase sollten Sie den Arm allerdings noch nicht häufiger weit nach oben heben.
Ab der zweiten Woche kann die Schulter etwas mehr gefordert werden. Sinnvoll ist dann ein ganz sanftes Krafttraining mit einem Theraband, bei dem nur bestimmte Muskelgruppen trainiert werden, zum Beispiel Innenrotation, Außenrotation und Rudern mit 10 bis 12 Wiederholungen in vier bis sechs Durchgängen.
Mit leichtem Sport können Sie ab der zweiten Woche langsam wieder beginnen, sofern die Schulter dabei nicht allzu sehr gestresst wird. Wann intensivere Belastungen wie Tennis, Volleyball, Kraftsport oder schwere körperliche Arbeit möglich sind, hängt vom Ausmaß des Vorschadens ab und sollte persönlich mit dem Arzt besprochen werden.