Wenn Schonung und die gesamte konservative Behandlung mit Physiotherapie, Stoßwellenbehandlung und selbst Spritzen nicht helfen, sollte spätestens dann eine Operation ernsthaft erwogen werden. Denn das Problem einer chronisch schmerzhaften Sehnenreizung lässt sich mit einem relativ kleinen Eingriff dauerhaft lösen. Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, erklärt, was dabei gemacht wird und was bei einer solchen Operation auf Sie zukommt.
Ursächlich für die chronischen Schmerzen beim Tennisarm ist eine Sehnenreizung. Betroffen sind die Sehnen der Muskeln, die für das Zufassen sowie für das Stabilisieren und Strecken des Handgelenks zuständig sind. Diese Muskeln sind unter anderem beim Tennisspielen, aber auch bei der Computerarbeit stark gefordert. Daher stammen auch die Bezeichnungen Tennisarm und Mausarm.
Die etablierteste Operation des Tennisarms ist nach den Chirurgen Hohmann und Wilhelm benannt. Sie wurde bereits vor mehr als 80 Jahren entwickelt und seitdem weiter verfeinert. Bei dieser Operation wird über einen circa drei Zentimeter großen Schnitt der Sehnenansatz am Ellenbogen abgelöst. Anschließend wird das Gewebe angefrischt und neu vernäht. Zusätzlich werden bei dieser Methode schmerzübertragende Nerven der Knochenhaut verödet.
Ein anderes, recht modernes Verfahren zur Behandlung des chronischen Tennisarms erfolgt arthroskopisch, das heißt minimalinvasiv. Hierbei wird aus der betroffenen Sehne gezielt das erkrankte Gewebe entfernt. Großer Vorteil der arthroskopischen Operation: Eventuelle weitere Schäden im Gelenk können gleichzeitig mitbehandelt werden.
Egal ob über einen kleinen Schnitt oder arthroskopisch: Für den Eingriff ist jeweils eine kurze Vollnarkose erforderlich. Die Operation dauert circa 20 bis 30 Minuten und kann in aller Regel ambulant durchgeführt werden.
Kritisch ist weniger der Eingriff selbst als die recht lange Schonungsphase danach, denn die operierte Sehne muss heilen. Für die Nachbehandlung gilt:
Der ganze Aufwand lohnt sich: Die operative Behandlung des Tennisarms bzw. Mausarms ist sehr erfolgreich. Die Ursache der Beschwerden wird behoben, sodass Patienten dauerhaft beschwerdefrei werden können.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Wenn Schonung, Physiotherapie, Stoßwellenbehandlung und selbst Spritzen nicht helfen, sollte eine Operation ernsthaft erwogen werden. Die chronisch schmerzhafte Sehnenreizung lässt sich mit einem relativ kleinen Eingriff dauerhaft lösen.
Die etablierteste Methode ist die Operation nach Hohmann und Wilhelm über einen circa drei Zentimeter großen Schnitt. Alternativ gibt es ein arthroskopisches, minimalinvasives Verfahren, bei dem das erkrankte Gewebe gezielt aus der Sehne entfernt wird. Beim arthroskopischen Vorgehen können weitere Schäden im Gelenk gleichzeitig mitbehandelt werden.
Der Eingriff dauert circa 20 bis 30 Minuten und erfolgt in einer kurzen Vollnarkose. In aller Regel kann er ambulant durchgeführt werden.
Nein, eine Schiene zur völligen Ruhigstellung ist nicht erforderlich. Arm und Hand müssen in der ersten Zeit aber geschont werden, damit die operierte Sehne heilen kann.
Nach sechs Wochen können Sie Arm und Hand zunehmend wieder einsetzen. Bis zur vollen Belastung, auch beim Tennisspielen, dauert es circa drei Monate.