Schulterbeschwerden beim Tennis: So können Sie trotz Impingement Schäden verhindern | Tennisschulter

Veröffentlicht am:
12.01.2021
Dauer:
4:09
Tennis ist Ihr Sport, aber die Schulter macht Probleme? Um keine lange Trainingspause oder gar das Ende der Tenniskarriere zu riskieren sollten Sie Ihr Training anpassen und die Schmerzen schnell von einem Experten checken lassen. Eine der häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen beim Tennis ist das Impingement Syndrom. Neben Schmerzen beim Tennis spielen äußert es sich häufig auch in Ruheschmerzen. Langfristig droht sogar ein Sehnenriss, ein Riss der Rotatorenmanschette an der Schulter. In diesem med.clip erklärt Dr. Stefan Preis von der KLINIK am RING – Köln, was es mit der Tennisschulter auf sich hat und was Sie dagegen tun können.

Warum belastet Tennis die Schulter so stark?

Beim Schlagen des Balls erfährt die Schulter eine ganz erhebliche, spezifische Belastung. Die Bewegungen des Schlagarms sind sehr dynamisch und wiederholen sich immer wieder. Das stresst wichtige Sehnen der Schulter. Das Schultergelenk ist zwar sehr beweglich und hält einiges aus, auf Dauer ist die einseitige Belastung jedoch kritisch.

Was ist das Impingement-Syndrom?

Führt dieser Stress zu Schmerzen, steckt sehr häufig das sogenannte Impingement-Syndrom dahinter. Es gilt als die häufigste Ursache für Schulterschmerzen überhaupt. Wörtlich übersetzt heißt Impingement so viel wie Einklemmen: Beim Hochheben des Arms werden die Sehnen der sogenannten Rotatorenmanschette zwischen Oberarmkopf und Schulterdach eingeklemmt. Genau diese Bewegungen machen Tennisspieler immer wieder, sehr kraftvoll und sehr dynamisch. Kommt es durch das Impingement zu einer Sehnenreizung, verursacht das Schmerzen.

Welche Symptome sind typisch für die Tennisschulter?

Ganz typisch für das Impingement sind neben Schmerzen beim Tennisspielen selbst vor allem auch Ruheschmerzen, insbesondere nächtliche Schmerzen. Häufig strahlen die Schmerzen zudem in den Oberarm aus.

Welche Folgen drohen ohne Behandlung?

Tennisspielerinnen und Tennisspieler sollten Schulterschmerzen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ein Impingement kann zum einen chronisch werden, zum anderen kann sogar ein irreparabler Sehnenschaden bis hin zu einem Sehnenriss entstehen. Das bedeutet leider häufig eine lange Trainingspause, manchmal sogar das Karriereende. Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, empfiehlt deshalb dringend, Schulterschmerzen frühzeitig von einem Schulterspezialisten abklären zu lassen und vor allem das Training anzupassen.

Wie sollten Sie Ihr Training anpassen?

Die Intensität des Trainings zu reduzieren ist wahrscheinlich das Allerschwierigste, aber unbedingt notwendig. Schmerz ist in diesem Fall ein wichtiges Warnsymptom. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören: Wie fühlt sich die Schulter beim Training an, vor allem aber, wie fühlt sie sich am Tag danach an? Eine Reizung oder Entzündung aufgrund eines Impingements ist nämlich meist zeitversetzt zu spüren, häufig erst am nachfolgenden Tag. Konkret helfen folgende Maßnahmen:

  • Training splitten: Zwei- oder dreimal die Woche jeweils nur eine halbe Stunde zu spielen ist meist verträglicher, als an einem Tag zwei Stunden zu trainieren.
  • Vor einem Turniertag lieber auf ein oder zwei Trainingseinheiten verzichten, statt mit einer gereizten Schulter in ein Turnier zu gehen.
  • In der akuten Phase auf die Schläge verzichten, die als unbekömmlich empfunden werden: Häufig sind das Aufschläge und hohe Volleys, auch der Topspin ist kritisch.
  • In eine aktive Regeneration der Schulter investieren.

Häufig gestellte Fragen zum Thema (FAQ)

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.

Häufige Fragen zur Tennisschulter

Was ist eine Tennisschulter?

Hinter Schulterschmerzen beim Tennis steckt sehr häufig das Impingement-Syndrom, die häufigste Ursache für Schulterschmerzen überhaupt. Beim Hochheben des Arms werden die Sehnen der Rotatorenmanschette zwischen Oberarmkopf und Schulterdach eingeklemmt. Genau diese Bewegung wiederholt sich beim Tennis sehr kraftvoll und sehr dynamisch.

Welche Symptome sind typisch für die Tennisschulter?

Typisch sind Schmerzen beim Tennisspielen und vor allem auch Ruheschmerzen, insbesondere nachts. Häufig strahlen die Schmerzen zudem in den Oberarm aus.

Was passiert, wenn die Tennisschulter nicht behandelt wird?

Ein Impingement kann chronisch werden. Zudem kann ein irreparabler Sehnenschaden bis hin zu einem Sehnenriss der Rotatorenmanschette entstehen. Das bedeutet häufig eine lange Trainingspause, manchmal sogar das Karriereende.

Wie sollten Tennisspieler ihr Training anpassen?

Die Trainingsintensität reduzieren und das Training splitten: Zwei- bis dreimal die Woche eine halbe Stunde ist meist verträglicher als zwei Stunden an einem Tag. Vor Turnieren lieber Trainingseinheiten auslassen und in der akuten Phase auf unbekömmliche Schläge wie Aufschläge, hohe Volleys und Topspin verzichten.

Warum treten die Beschwerden oft erst am Tag nach dem Training auf?

Eine Reizung oder Entzündung aufgrund eines Impingements ist meist zeitversetzt zu spüren, häufig erst am nachfolgenden Tag. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, wie sich die Schulter am Tag nach dem Training anfühlt.

Jetzt Termin vereinbaren!
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Online-Termin
Jetzt Termin
online buchen!