Achillessehnenreizung OP: Chronische Schmerzen der Achillessehne durch Operation dauerhaft lösen

Veröffentlicht am:
25.02.2021
Dauer:
3:44
Wenn Sie trotz Schonung und intensiver konservativer Behandlung, weiterhin chronische Schmerzen an ihrer Achillessehne spüren, hilft häufig eine Operation, um die chronische Achillessehnenreizung zu heilen. Durch eine minimalinvasive OP der Achillessehne kann häufig die Ursache des Problems gezielt behandelt werden, sodass Sie wieder schmerzfrei Sport machen können. In diesem med.clip erklärt Dr. Stefan Preis von der KLINIK am RING – Köln, wann die OP bei chronischen Schmerzen der Achillessehne im Rahmen einer Achillessehnenreizung sinnvoll ist, was bei der Operation gemacht wird und was danach auf Sie zukommt.

Wann ist eine Operation der Achillessehne sinnvoll?

Bei einer gereizten, schmerzenden Achillessehne stehen zunächst Schonung und eine gezielte konservative Behandlung an. Wenn die Achillessehne aber trotz intensiver Physiotherapie, Dehnung, Stoffwechselaktivierung, Salben, Spritzen oder Stoßwellentherapie weiter Beschwerden macht, die Lebensqualität leidet und kein Sport mehr möglich ist, sollten Betroffene dringend mit einem Spezialisten sprechen. Dann gilt es zu prüfen, ob das Problem durch eine Operation ursächlich und damit dauerhaft behoben werden kann.

Warum ist vor der OP eine MRT-Untersuchung wichtig?

Ob eine Operation hilfreich ist, hängt maßgeblich vom Schaden der Achillessehne ab. Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, empfiehlt zur genauen Analyse unbedingt eine MRT-Untersuchung. Häufig steckt hinter chronischen Beschwerden eine Teilruptur (Anriss) der Achillessehne.

Was wird bei der Operation der Achillessehne gemacht?

Bei der Operation werden die angerissenen Sehnenanteile angefrischt und fest miteinander vernäht. Nur so können sie wieder zusammenheilen. In den letzten Jahren hat es dabei Fortschritte gegeben:

  • Da der Schaden im Vorfeld durch das MRT genau analysiert wurde, kann der Anriss minimalinvasiv operiert werden.
  • Die Sehnenheilung lässt sich durch biotechnologische Verfahren unterstützen, das heißt durch die Anwendung von Wachstumsfaktoren, beispielsweise ACP.

Wie läuft die OP ab und was kommt danach?

Die Operation erfolgt in Vollnarkose und dauert circa eine Stunde. Danach bleiben Patienten für circa ein bis zwei Tage in der Klinik. Die Nachbehandlung verläuft in mehreren Schritten:

  1. Erste 10 bis 14 Tage: Die reparierte Sehne braucht Schutz und eine gewisse Ruhe. In dieser Frühphase sind eine Schiene und Gehstöcke notwendig.
  2. Danach funktionelle Behandlung: Durch eine sehr dosierte Belastung des Gewebes wird dessen Heilung optimal gefördert. Dazu dient ein Spezialschuh, ähnlich einem hohen, festen Sportschuh mit erhöhter Einlage im Fersenbereich. Er entlastet die reparierte Achillessehne ausreichend, Gehstöcke sind nicht mehr nötig.
  3. Nach insgesamt circa sechs Wochen: Die Sehne ist so gut verheilt, dass wieder ganz normale Schuhe getragen werden können.

Welche Rolle spielt die Physiotherapie?

Der gesamte Heilungsprozess wird von einer entsprechenden Physiotherapie begleitet. Anfangs liegt der Schwerpunkt auf Lymphdrainage und sanfter Krankengymnastik. Nach circa sechs bis acht Wochen kann mit einer Trainingstherapie gestartet werden. Bis zur vollen Sportfähigkeit vergehen allerdings circa sechs Monate.

Lohnt sich die Achillessehnen-Operation?

Eine Achillessehnenreparatur ist insgesamt eine recht aufwendige und langwierige Sache. Fachmännisch operiert und gut nachbehandelt, sollte das Problem damit jedoch dauerhaft gelöst sein, sodass danach auch wieder ganz normal Sport möglich ist. Ob eine Operation in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln gern in einem persönlichen Beratungstermin.

Häufig gestellte Fragen zum Thema (FAQ)

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.

Häufige Fragen zur OP bei Achillessehnenreizung

Wann sollte eine chronische Achillessehnenreizung operiert werden?

Wenn die Achillessehne trotz intensiver konservativer Behandlung mit Physiotherapie, Dehnung, Salben, Spritzen oder Stoßwelle weiter schmerzt, die Lebensqualität leidet und kein Sport mehr möglich ist. Dann sollte ein Spezialist prüfen, ob eine Operation das Problem ursächlich und dauerhaft beheben kann.

Warum ist vor der OP eine MRT-Untersuchung notwendig?

Ob eine Operation hilfreich ist, hängt maßgeblich vom Schaden der Achillessehne ab. Die MRT-Untersuchung zeigt das genaue Ausmaß; häufig steckt eine Teilruptur der Achillessehne hinter chronischen Beschwerden. Durch die genaue Analyse im Vorfeld kann der Anriss zudem minimalinvasiv operiert werden.

Wie lange dauern Operation und Klinikaufenthalt?

Die Operation erfolgt in Vollnarkose und dauert circa eine Stunde. Danach bleiben Patienten für circa ein bis zwei Tage in der Klinik.

Wie lange muss der Spezialschuh getragen werden?

Nach den ersten 10 bis 14 Tagen mit Schiene und Gehstöcken wird für insgesamt circa sechs Wochen ein Spezialschuh mit erhöhter Ferseneinlage getragen. Er entlastet die reparierte Achillessehne, Gehstöcke sind dann nicht mehr nötig. Danach sind wieder normale Schuhe möglich.

Wann ist nach der Achillessehnen-OP wieder Sport möglich?

Nach circa sechs bis acht Wochen beginnt die Trainingstherapie. Bis zur vollen Sportfähigkeit vergehen insgesamt circa sechs Monate.

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