Eine Verstauchung des Knöchels gehört zu den häufigsten Verletzungen im Sport, aber auch im Alltag. Die ersten Minuten nach einer solchen Verletzung sind entscheidend: Nur wer sofort und richtig reagiert, verhindert, dass das verletzte Gelenk stark anschwillt und die Heilung dadurch unnötig lange dauert.
Je früher Sie bei einem Bänderriss mit den richtigen Maßnahmen starten, desto früher haben Sie das Problem im Griff.
Ob beim Sport oder im Alltag: Wir knicken mit dem Fuß fast immer nach innen um. Je heftiger das passiert, desto stärker werden dabei die Gelenkkapsel und die Stabilisierungsbänder auf der Außenseite des Knöchels verletzt, medizinisch also des oberen Sprunggelenks.
Die Bandbreite der Verletzung ist relativ groß. Sie reicht von einem leichten Überdehnen, also einer Zerrung, über ein teilweises Zerreißen bis hin zu einem kompletten Riss der insgesamt drei Stabilisierungsbänder.
In der Folge kommt es zu einer mehr oder minder starken Einblutung ins Gewebe. Genau die gilt es zu verhindern oder zumindest möglichst gering zu halten. Wer hier nicht rasch reagiert, riskiert, dass das Gelenk unnötig anschwillt und sich der gesamte nachfolgende Heilungsprozess verzögert.
Als Merkhilfe für die wichtigsten Sofortmaßnahmen dient das Wort PECH. Die vier Buchstaben stehen für:
Neben den Akutmaßnahmen sollten Sie nach Möglichkeit ein abschwellendes, entzündungshemmendes Gel auftragen, zum Beispiel mit Diclofenac oder Ibuprofen. Bei stärkeren Beschwerden können Sie diese Wirkstoffe, sofern keine Unverträglichkeiten bestehen, gegebenenfalls zusätzlich als Tabletten einnehmen. So wirken Sie dem Entzündungsreiz, den eine solche Verletzung verursacht, noch intensiver entgegen.
Macht das Gelenk trotz dieser Sofortmaßnahmen Beschwerden, schmerzt es also oder schwillt doch an, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und das Problem professionell checken lassen. Ein Bänderriss ist eine nicht zu unterschätzende Verletzung und muss professionell behandelt werden.
Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, und seine Kollegen untersuchen und behandeln Sprunggelenksverletzungen in ihrer Sprechstunde. Vereinbaren Sie dafür gern einen Termin.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Wir knicken mit dem Fuß fast immer nach innen um. Dabei werden die Gelenkkapsel und die drei Stabilisierungsbänder auf der Außenseite des oberen Sprunggelenks verletzt. Die Bandbreite reicht von einer leichten Überdehnung über ein teilweises Zerreißen bis zum kompletten Riss.
PECH steht für Pause, Eis, Kompression und Hochlagern. Diese vier Sofortmaßnahmen halten die Einblutung ins Gewebe und damit die Schwellung möglichst gering, sodass sich der Heilungsprozess nicht unnötig verzögert.
Das verstauchte Gelenk sollte unmittelbar mit einem Eispack gekühlt werden. Legen Sie das Eis oder Kühlpack nicht direkt auf die Haut, sondern wickeln Sie es beispielsweise in ein Handtuch. Das verletzte Gewebe soll gekühlt, aber nicht eiskalt werden.
Das Hochlagern, möglichst über Herzhöhe, minimiert den Gewebsdruck und fördert den Lymphabfluss. Beides wirkt der Schwellung entgegen.
Ergänzend zu den Sofortmaßnahmen empfiehlt sich ein abschwellendes, entzündungshemmendes Gel mit Diclofenac oder Ibuprofen. Bei stärkeren Beschwerden können diese Wirkstoffe, sofern keine Unverträglichkeiten bestehen, gegebenenfalls zusätzlich als Tabletten eingenommen werden.
Wenn das Gelenk trotz der Sofortmaßnahmen weiter schmerzt oder anschwillt, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Ein Bänderriss ist eine nicht zu unterschätzende Verletzung und muss professionell behandelt werden.