Ist man mit dem Fuß umgeschlagen und hat sich den Knöchel, das sogenannte Sprunggelenk, verletzt, ist das zunächst ärgerlich. Frühzeitig und richtig behandelt bleiben bei einer solchen Verletzung in den allermeisten Fällen jedoch keine Folgen zurück. Damit das Problem möglichst rasch vergessen ist, sind zunächst die Betroffenen selbst gefordert.
Als Erstmaßnahme findet auch bei einer Sprunggelenksverletzung die sogenannte PECH-Regel Anwendung:
Ärztlich muss zunächst genau herausgefunden werden, welche Strukturen verletzt wurden und wie stark die Verletzung ist. Dazu dienen bestimmte Tests, eine Ultraschalluntersuchung und gegebenenfalls Röntgen- und MRT-Bilder.
Stellt sich heraus, dass eine Verletzung der Seitenbänder vorliegt, wird diese in der Regel konservativ behandelt. Die Verletzung der sogenannten Außenbänder ist die bei weitem häufigste Verletzung, denn meistens knicken wir mit dem Fuß nach innen um. Je nachdem, wie heftig das war, kommt es zu einer Überdehnung bis hin zu einem kompletten Riss dieser Bänder.
Ob die Bänder überdehnt oder gerissen sind: Die Behandlung ist grundsätzlich ähnlich. Bei einem Bänderriss dauert es lediglich länger, bis die Bänder wieder vollständig belastbar sind.
Zur konservativen Behandlung gehört, dass das Gelenk und insbesondere die Bänder Ruhe bekommen. Früher hat man dazu den Fuß eingegipst, heute wird eine sogenannte Knöchelorthese verordnet, die für sechs Wochen nach dem Unfall konsequent getragen werden sollte. Knöchelorthesen sind Plastikschienen, meist in Kombination mit Klettverschlüssen.
Die gute Nachricht: Die lästigen Krücken sind nicht unbedingt nötig. Mit angelegter Orthese ist eine Belastung des verletzten Sprunggelenks beim Gehen mit dem vollen Körpergewicht durchaus erlaubt, dem Schmerz natürlich angepasst.
Die Orthese bietet gegenüber dem Gips weitere Vorteile:
Da eine frühzeitige Abschwellung sehr wichtig ist, sollte zusätzlich eine Lymphdrainage zum Einsatz kommen. In den ersten fünf bis sieben Tagen empfiehlt sich eine milde Kälte. Danach rät Dr. Martin Wagner, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, zu einer Stoffwechselaktivierung mit dem Eislolli.
Nach sechs Wochen kann die Orthesenbehandlung beendet werden. Anschließend beginnt das sogenannte Stabilitätstraining. Dr. Wagner rät, bei den Kollegen der Physiotherapie Übungen für das Koordinations- und Stabilitätstraining zu erlernen und diese möglichst oft selbstständig durchzuführen.
Das hilft nicht nur, die verloren gegangene Muskulatur und die Stabilität des Sprunggelenks wieder zurückzuerlangen, sondern dient auch der Vorbeugung vor nochmaligen Verstauchungen des Sprunggelenks. Richtig und konsequent behandelt hat die Verletzung der Seitenbänder des Sprunggelenks eine gute Prognose.
Die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln beraten Sie nach einer Sprunggelenksverletzung gern in einem persönlichen Termin.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Es gilt die PECH-Regel: Pause, also die Aktivität sofort beenden. Eis, das heißt das Sprunggelenk möglichst rasch kühlen. Kompression in Form eines Druckverbandes. Und Hochlagern des Fußes über Herzhöhe.
Eine Verletzung der Seitenbänder wird in der Regel konservativ behandelt. Am häufigsten sind die Außenbänder betroffen, weil der Fuß meist nach innen umknickt. Ob die Bänder überdehnt oder gerissen sind, spielt für die Art der Behandlung kaum eine Rolle.
Die Knöchelorthese sollte sechs Wochen nach dem Unfall konsequent getragen werden. Sie besteht aus Plastikschienen, meist in Kombination mit Klettverschlüssen.
Die lästigen Krücken sind nicht unbedingt nötig. Mit angelegter Orthese ist das Gehen mit vollem Körpergewicht durchaus erlaubt, dem Schmerz angepasst.
Wichtig ist eine frühzeitige Abschwellung, dafür sollte auch eine Lymphdrainage zum Einsatz kommen. In den ersten fünf bis sieben Tagen wird milde Kälte angewendet, danach eine Stoffwechselaktivierung mit dem Eislolli. Zusätzlich sind entzündungshemmende Gele und Physiotherapie möglich.
Nach sechs Wochen wird die Orthesenbehandlung beendet und das Stabilitätstraining beginnt. Übungen für Koordination und Stabilität sollten in der Physiotherapie erlernt und dann möglichst oft selbstständig durchgeführt werden. Sie bringen Muskulatur und Stabilität zurück und beugen erneuten Verstauchungen vor.