Bei den allermeisten Verletzungen des Fußes ist der Knöchel betroffen, medizinisch das Sprunggelenk. Ob beim Sport oder nach einem einfachen Stolpern: Wir knicken fast immer mit dem Fuß nach innen um.
Dabei kommt es zu einer mehr oder minder starken Verletzung der Gelenkkapsel und der Stabilisierungsbänder auf der Außenseite des Gelenks. Mehr oder minder stark heißt: Die Strukturen werden entweder nur überdehnt, also gezerrt, oder die Bänder reißen, gegebenenfalls sogar komplett durch.
Unabhängig davon, welche Struktur genau verletzt wurde und wie stark die Verletzung tatsächlich ist: Entscheidend ist, sofort und richtig zu reagieren. Wer zu lange abwartet, riskiert, dass das Gelenk anschwillt, die Schmerzen zunehmen und sich der gesamte nachfolgende Heilungsprozess unnötig verzögert.
Dr. Martin Wagner, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, empfiehlt als Merkhilfe für die wichtigsten Erstmaßnahmen nach einer Verstauchung die sogenannte PECH-Regel:
Neben diesen Akutmaßnahmen ist es sinnvoll, zwei- bis dreimal täglich ein abschwellendes, entzündungshemmendes Gel aufzutragen, zum Beispiel mit Diclofenac oder Ibuprofen.
Bei stärkeren Beschwerden und wenn keine Unverträglichkeiten bestehen, können Diclofenac oder Ibuprofen für ein oder zwei Tage auch als Tabletten eingenommen werden. So lässt sich dem Entzündungsreiz, der bei einer solchen Verletzung entsteht, noch intensiver entgegenwirken.
Kommt es unter diesen Maßnahmen nicht rasch zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden, das heißt, das Gelenk schmerzt weiterhin und bleibt dick und angeschwollen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und das Problem genau checken lassen. Nichts wäre schlimmer, als eine womöglich ernsthaftere Verletzung des Sprunggelenks nicht rechtzeitig optimal zu behandeln.
Die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln untersuchen Ihr Sprunggelenk gern in einem persönlichen Termin und besprechen mit Ihnen die weitere Behandlung.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Beim Umknicken, meist nach innen, werden die Gelenkkapsel und die Stabilisierungsbänder auf der Außenseite des Sprunggelenks verletzt. Die Strukturen werden entweder nur überdehnt, also gezerrt, oder die Bänder reißen, gegebenenfalls sogar komplett durch.
PECH steht für Pause, Eis, Compression und Hochlagern. Die Aktivität wird sofort gestoppt, das Gelenk rasch gekühlt, mit einem Druckverband komprimiert und über Herzhöhe hochgelagert.
Kühlen Sie möglichst rasch, das reduziert Einblutungen und Schwellungen und lindert den Schmerz. Legen Sie Eis oder ein Cold Pack nicht unmittelbar auf die Haut, sondern wickeln Sie es zum Beispiel in ein Handtuch ein, sonst droht eine Erfrierung.
Sinnvoll ist ein abschwellendes, entzündungshemmendes Gel zwei- bis dreimal täglich, zum Beispiel mit Diclofenac oder Ibuprofen. Bei stärkeren Beschwerden und ohne bestehende Unverträglichkeiten können diese Wirkstoffe für ein oder zwei Tage auch als Tabletten eingenommen werden.
Wenn sich die Beschwerden unter den Sofortmaßnahmen nicht rasch deutlich bessern, das Gelenk also weiter schmerzt und dick und angeschwollen bleibt. Dann sollte die Verletzung ärztlich abgeklärt werden, damit eine ernsthaftere Schädigung nicht übersehen wird.