Neben dem recht bekannten Tennisarm zählt der sogenannte Golferellenbogen zu den häufigsten Ursachen für Ellenbogenschmerzen. Dahinter steckt eine schmerzhafte Überlastung der Sehnenansätze am Ellenbogen. Besteht die Reizung auf der Außenseite, nennt man das Tennisarm, bei Schmerzen auf der Innenseite Golfarm (Golferellenbogen). Betroffen sind die Sehnenansätze der Unterarmmuskulatur, konkret die Sehnen jener Muskeln, die Sie fürs Zufassen und fürs Stabilisieren Ihres Handgelenks benutzen. Deshalb tut es meist weh, wenn Sie jemandem fest die Hand geben.
Auslöser für eine solch schmerzhafte Reizung ist fast immer eine ungewohnte Belastung oder eine chronische Überlastung. Der Begriff Golfarm hat sich etabliert, weil die Schmerzen auf der Innenseite des Ellenbogens besonders gern beim Golfen auftreten, insbesondere wenn ungeübte Golfer ihren Schläger zu fest greifen oder den Ball häufiger nicht ideal treffen. Betroffen sind aber auch viele Menschen, die weder Tennis noch Golf spielen.
Grundsätzlich gilt: Je früher Sie auf Ihre Ellenbogenschmerzen reagieren und gegensteuern, desto rascher bekommen Sie das Problem in den Griff. Zunächst ist ganz wichtig, dass Sie die Tätigkeiten sein lassen, die wehtun. Es macht keinen Sinn, die gereizten Sehnenansätze immer wieder zu stressen. Im ersten Schritt der Eigenbehandlung geht es darum, auf die natürliche Heilung zu setzen und diesen Prozess entsprechend zu unterstützen.
Der Zug an den gestressten Sehnenansätzen muss unbedingt verringert werden. Das funktioniert am besten, indem Sie Ihre Unterarmmuskulatur regelmäßig intensiv dehnen. Dr. Stefan Preis, Gelenkspezialist an der KLINIK am RING – Köln, empfiehlt dazu folgende einfache, aber sehr effektive Übung:
Als weitere Maßnahme zur Unterstützung der natürlichen Heilung ist es sinnvoll, die lokale Durchblutung der gereizten Sehne zu verbessern. Je besser die Durchblutung ist, desto rascher geht die Heilung voran. Sehr effektiv und relativ einfach ist die sogenannte Eislolli-Behandlung.
Sie werden merken, dass das Gewebe, das zunächst eiskalt und blass war, danach gerötet und gut durchblutet ist. Vergleichbar ist das mit den Händen nach einer Schneeballschlacht: Erst sind sie eiskalt, danach glühen sie, weil sie maximal durchblutet sind.
Führen diese Maßnahmen nicht spätestens innerhalb von drei bis vier Wochen zu einer durchgreifenden Besserung, sollten Sie das Problem unbedingt ärztlich checken und professionell behandeln lassen. Ansonsten besteht ein relativ hohes Risiko, dass Ihr Problem chronisch wird.
Die Gelenkspezialisten der KLINIK am RING – Köln beraten Sie zum Golferellenbogen gern in einem persönlichen Termin.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns persönlich zu kontaktieren oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.
Beides ist eine schmerzhafte Überlastung der Sehnenansätze am Ellenbogen. Besteht die Reizung auf der Außenseite, spricht man vom Tennisarm, bei Schmerzen auf der Innenseite vom Golfarm beziehungsweise Golferellenbogen.
Betroffen sind die Sehnenansätze jener Unterarmmuskeln, die Sie fürs Zufassen und fürs Stabilisieren des Handgelenks benutzen. Genau diese Muskeln werden beim festen Händedruck beansprucht.
Auslöser ist fast immer eine ungewohnte Belastung oder eine chronische Überlastung. Der Name stammt daher, dass die Schmerzen besonders gern beim Golfen auftreten, etwa wenn ungeübte Spieler den Schläger zu fest greifen oder den Ball nicht ideal treffen.
Strecken Sie den Arm ganz aus, überstrecken Sie das Handgelenk so weit wie möglich und verstärken Sie die Dehnung mit der anderen Hand. Halten Sie die Position circa 20 Sekunden, dann lockern. Nach kurzer Pause drei- bis viermal wiederholen, über den Tag verteilt drei- bis viermal.
Nach Möglichkeit ein- bis zweimal täglich. Der schmerzhafte Bereich wird dabei 10 bis 15 Minuten großflächig mit kreisenden Bewegungen abgerieben, um die lokale Durchblutung und damit die Heilung zu verbessern.
Wenn die Eigenmaßnahmen nicht spätestens innerhalb von drei bis vier Wochen zu einer durchgreifenden Besserung führen. Andernfalls besteht ein relativ hohes Risiko, dass die Beschwerden chronisch werden.